Amnesty kritisiert iranische Hinrichtungen wegen Drogendelikten

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Amnesty International hat den Iran aufgerufen, keine Gefangenen mehr wegen Drogendelikten hinrichten zu lassen. Gemäß der Menschenrechtsorganisation ist die Zahl der wegen Drogenvergehen exekutierten Menschen im Jahr 2011 dramatisch angestiegen. „Um ihr Drogenproblem in den Griff zu bekommen, richten die iranischen Behörden immer mehr Menschen hin, obwohl nicht erwiesen ist, dass die Todesstrafe mehr abschreckt als das Gefängnis,“ so Ann Harrison, stellvertretende Direktorin für den Mittleren Osten und Nordafrika.

Laut eines am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Berichts wurden im Jahr 2011 bis jetzt mindestens 488 Menschen wegen Drogenvergehen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Das sind fast dreimal so viele wie im Jahr 2009. Der Iran behauptet, dass die Todesstrafe unabdinglich wäre, um Recht und Ordnung im Land aufrecht zu erhalten, und dass diese nur angewandt würde, wenn der Tatbestand zuvor intensiv vom Gericht geprüft worden sei. Mord, Vergwaltigung, bewaffneter Überfall und Ehebruch sind im Iran ebenfalls Verbrechen, die mit dem Tode bestraft werden können.

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