
Mariana Rivera ist eine 20 Jahre junge Frau, die an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt Philosophie studiert. Ihr Freund wurde Ende Oktober letzten Jahres am Straßenrand von der Polizei tot aufgefunden. Er wurde durch 16 Kugeln getötet.
Mariana und auch andere Studenten fühlen sich seither nicht mehr sicher. Mariana glaubt, dass ihr Freund, Carlos Cuevas, ein weiteres Opfer des mexikanischen Drogenkrieges ist. Ein Jahr vor dessen Tod haben Studenten ein Forum gegen die Militarisierung des Landes gegründet. Ihr Freund hat öffentlich Kritik geübt an korrupten staatlichen Stellen und an den täglichen Gewalttaten der Drogenkartelle. Mariana sagt, dass sowohl ihr Freund als auch sie verfolgt wurden. ImTod ihres Freundes sieht sie ein Mittel, sie und die anderen Studenten einzuschüchtern.
Dem mexikanischen Drogenkrieg sind bislang über 47.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Machtkämpfe sind nicht mehr nur auf bestimmte Anbaugebiete und Schmuggelrouten im Norden des Landes beschränkt, sondern auch Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten sind nunmehr Schauplatz des Drogenkrieges. Drogenkartelle fordern Schutzgeldzahlungen von Universitäten und Schulen. Einige Universitäten werden von Schutzpersonal bewacht. Dennoch sind Studenten und Professoren wiederholt gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt.







