
Am 18. Oktober 2012 startet der Film „Miss Bala“ in den deutschen Kinos. Ein Film, der die Geschichte des Drogenkriegs in Mexiko aus einer neuen Perspektive erzählt.
Er handelt von der Geschichte einer jungen Frau namens Laura Guerrero, deren großer Traum eine Karriere in der Schönheitsindustrie ist. Ihr Schicksal wendet sich, als sie eines Abends Zeugin wird, wie Mitglieder eines Drogenkartells in einer Bar ein Blutbad anrichten. Laura selbst wird entführt und landet beim berüchtigten Drogenboss Lino, der Laura fortan zwingt, Drogen, Geld und Waffen für ihn zu schmuggeln. Das Kartell übt Druck auf Laura aus: verweigert sie ihre Mitarbeit, so werden ihr Bruder und Vater dafür bezahlen. Gleichzeitig wird offensichtlich, dass die Fänge des Drogenkartells eine große Reichweite haben: Laura gewinnt durch korrupte Mittel die Krone der „Miss Baja California“ und wird durch ihren neuen Status eine noch wertvollere Komplizin für das organisierte Verbrechen.
Der Film lehnt sich lose an der wahren Geschichte von Laura Zúñiga an, die am 22. Dezember 2008 zusammen mit sieben Männern verhaftet wurde, weil sie 53.000 Dollar Bargeld sowie Waffen, Munition und Handys transportierte. Zu diesem Zeitpunkt hielt sie den Titel „Reina Hispanoamericana“. Laura Zúñiga behauptete zunächst, sie und ihr Freund wären zu einer Party unterwegs und wollten vorher in Bolivien und Kolumbien shoppen. Später gestand sie, von ihrem Freund entführt worden zu sein, der ein höheres Mitglied des Juarez-Kartells und Bruder eines inhaftierten Drogenbosses war. Jegliches Wissen über seine kriminellen Aktivitäten bestritt sie jedoch. Als Folge des Skandals verlor sie ihre Krone und wurde zu 40 Tagen Haft verurteilt. Zúñiga wurde am 30. Januar 2009 freigelassen, da die Untersuchungen keine Beweise irgendeiner kriminellen Aktivität ihrerseits ergaben.
Sein Debüt feierte der Film bereits auf den Filmfestivals 2011 in Cannes, London, New York und Toronto. Bis jetzt fiel die Kritik sehr positiv aus.








