Drogenfreie Wellenreiter

Bild: © n.v. -

Das Surfen steht für Strand, Sonne und Freiheit. Doch kurz vor dem Start der diesjährigen Weltmeisterschaft in Australien gerät das Wellenreiten wegen einer ganz anderen Sache in die Schlagzeilen. Der internationale Verband der Profisurfer wird in diesem Jahr zum ersten Mal in der Geschichte der Surfweltmeisterschaft die Teilnehmer auf Drogen testen. Exzesse und Abstürze waren keine Seltenheit unter den Wellenprofis, doch erst mehrere prominente Todesfälle in Verbindung mit Drogen brachte die Surferszene dazu, einen Imagewandel anzustreben. Dieses Jahr werden nun alle teilnehmenden Surfer auf die gesamte Verbotsliste für Drogen der Welt-Anti-Doping-Agentur getestet. Daher werden nicht nur leistungssteigernde Mittel getestet, sondern auch Genussdrogen wie Marihuana. Bevor sie am Wettbewerb teilnehmen dürfen, müssen sich die Sportler dem Dopingtest unterzogen haben. Der Konsum von Cannabis ist unter Surfern weit verbreitet und gehörte zum Lebensgefühl der Szene. Viele der bekanntesten Surfer der Szene zeichnete ein wildes Partyleben inklusive Drogenkonsum ebenso aus wie ihre Höchstleistungen auf den Wellen. Besonders schockierend war für viele der Tod des zweifachen Weltmeisters Andy Irons im Jahre 2010. Zwar starb Irons an einem Herzinfakt, später fand man jedoch enorme Mengen an Methadon und Crystal Meth in seinem Kreislauf, die zu seinem Tod mit nur 32 Jahren beigetragen haben. Sind es in anderen Profisportarten eher die Dopingskandale die Teilnehmer aus dem Rennen schicken, waren es beim Surfen bislang eher Partydrogen, die Profisurfer zu Fall brachten. Bei einigen Teilnehmern stieß die neue Verordnung dennoch auf  Unmut. Doch der Großteil unterstützt die neue Drogenpolitik des Verbandes als Schritt in die richtige Richtung für den professionellen Wettbewerb. Der Surfprofi Kieren Perrow bezeichnete die Regelung als „großartige Botschaft an die Kinder da draußen, für die wir Vorbilder sind“.

 

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