USA und Russland streiten um Einfluss im Kampf gegen Drogenhandel in Afghanistan

Opium, Schlafmohn, Anbau

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Vorige Woche fand in Wien die dritte internationale Ministerkonferenz zum Kampf gegen den von Afghanistan ausgehenden illegalen Drogenhandel statt. Federführend war dabei die UNODC, die in Wien ihren Sitz hat.

Das Thema muss schnellstmöglich in Angriff genommen und Lösungen müssen gesucht werden, da sich die Lage in Afghanistan mit dem Abzug der amerikanischen Truppen 2014 stark verändern wird. Es wird mit einer Verschärfung des Problems gerechnet. Andere Organisationen und Institutionen müssen sich dann um die Drogenbekämpfung kümmern.

Nach wie vor ist Afghanistan das Land mit der meisten Opiumproduktion und Ban Ki-Moon, Generalsekretär der UN, sagte in Wien, man könne „nicht von einer nachhaltigen Entwicklung sprechen, wenn die Opiumproduktion die einzige Wirtschaftsaktivität in Afghanistan ist“.

Derzeit befassen sich neben der UNODC unter anderem auch die Central Asia Counternarcotics Initiative (CACI) und die Collective Security Treaty Organization (CSTO) mit den Problemen.

Die CACI ist eine von den USA geleitete Initiative, die den von Afghanistan ausgehenden Drogenhandel bekämpfen will. Washington schlug vor, die Arbeit der CACI zu erweitern und, neben weiteren Maßnahmen, Spezialeinheiten einzusetzen, die mit den lokalen Einheiten zusammenarbeiten sollen. Zu diesem Zweck wollen die USA bilaterale Gespräche mit den betroffenen zentralasiatischen Ländern führen.

Diesen Plan lehnte Russland jedoch mit der Begründung ab, dass die bereits vorhandenen Strukturen der CSTO ausreichend seien. Die CSTO ist eine von Russland dominierte Organisation für die kollektive Sicherheit der Mitgliedsstaaten, bestehend aus Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Weißrussland, Usbekistan und Russland.

Die USA vermuten, dass Russland eine Vormachtstellung der USA in diesem Gebiet verhindern will, um seinen Einfluss in der Region nicht zu verlieren, und zu diesem Zweck die Pläne der USA ablehnt.

Dennoch hat Washington den Plan noch nicht verworfen und hofft auf eine zufrieden stellende Lösung für beide Seiten, um dann letztendlich das eigentlich Problem, den Drogenhandel, wirksam zu bekämpfen.

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