Opiate im Goldenen Dreieck: Laos

Bild: © n.v. -

Geographisch im Herzen des Goldenen Dreiecks gelegen, zählt Laos weiterhin zu den Hauptproduzenten für Opium und stellt einen der zentralen Knotenpunkte für internationalen Drogenhandel dar.

In Laos und im gesamten ost- und südostasiatischen Raum, bleibt der Konsum von Opiaten – darunter fallen auch Heroin und Opium – auf einem hohen Level. Wie in traditionellen Opiumanbauländern häufig der Fall, ist auch in Laos der Konsum von Opium verbreiteter als der Heroingebrauch.

Dank resolutem Handeln und durch die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen war es der laotischen Regierung seit Mitte der 90er Jahre gelungen, die Anbaufelder für Schlafmohn um über 90% zu reduzieren. So sanken die Anbauflächen von 21.601 Hektar im Jahr 1996 auf einen Rekordtiefstand von 1.500 im Jahr 2007. Laos galt als Musterbeispiel für den Erfolg der UN-Programme für alternative Entwicklung. Doch mittlerweile haben sich die Anbauflächen wieder auf 4.100 Hektar im Jahr 2011 vergrößert.

Insbesondere die weibliche Bevölkerung hatte von den Erfolgen des UN-Programms profitiert, da sie traditionell für die schweren Arbeiten im Anbau zuständig ist. Heute sind viele von ihnen im Reis- und Maisanbau beschäftigt oder leben von der Tierzucht. Parallel hierzu nahm die Zahlen der an Schulen eingeschriebenen Mädchen zu und die Fälle von häuslichem Missbrauch ab.

Seit 2005 ist der Anbau von Schlafmohn im Land illegal. Infolgedessen standen viele Opiumbauern vor dem Problem, dass sie nicht wussten wie sie ihren Unterhalt verdienen sollten. Daher arbeitet die laotische Regierung heute eng mit internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen zusammen, um die Ernährungssicherheit im Land zu stärken, die Umwelt zu schonen und Möglichkeiten zum Lebensunterhalt für Kleinbauern zu schaffen. Dies soll die Bevölkerung davon abhalten, den Anbau von Schlafmohn wieder aufzunehmen.

Im Prinzip ist sich die laotische Regierung der Gefahren bewusst, die von der illegalen Drogenproduktion und dem Handel ausgehen. Das Problem liegt jedoch woanders. Denn obwohl Laos das größte Wirtschaftswachstum der Region aufweist und sogar weltweit auf dem zehnten Platz liegt, leidet das Land an Korruption und mangelnder Transparenz. Auch finanziell ist die Regierung abhängig von Hilfe aus dem Ausland: 81% des Regierungsbudgets stammt demnach aus internationalen Spendengeldern.

 

Quellen:

Über lisaK / earthlink

Praktikantin bei EarthLink / Studiert Politikwissenschaft und VWL an der LMU München
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