Fehlende Mittel im Kampf gegen den Drogenhandel

Bild: © n.v. -

Den kambodschanischen Behörden fehlen die Mittel im Kampf gegen den stark anwachsenden Drogenhandel im Land. Dies mußte der Leiter der nationalen Antidrogenbehörde (NACD) kürzlich eingestehen, als man letzte Woche zwei Kambodschaner beim Schmuggeln von 65 kg Heroin in Australien festgenommen hatte. Es fehle an Personal, Material, Geld, Vollzugsbeamten und nicht zuletzt an konkreten Informationen über Drogenhändler bzw. Drahtzieher, fügte er hinzu.

Gemäß der NACD gebe es mehr als 100 illegale Korridore für den Drogenschmuggel entlang der Grenze zu Thailand. An der Grenze zu Laos seien es weitere 50. Die kambodschanischen Behörden haben derzeit nicht genügend Personal zur Verfügung, um die Übergänge zu beobachten, geschweige denn sie zu kontrollieren.

Aufgrund seiner Nähe zum Goldenen Dreieck (Myanmar, Thailand, Laos) ist Kambodscha zu einem beliebten Transitstaat im Drogenhandel geworden. Aber auch illegale Substanzen aus dem Goldenen Halbmond (Afghanistan, Pakistan, Iran) werden über das südost-asiatische Land weitergeleitet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl an Drogendelikten im Land fast vervierfacht.

Zu den häufigsten Drogen, die im Land geschmuggelt werden, zählen Methamphetamine, Heroin, Marihuana und Ecstasy. Das Kokain, das in Kambodscha gehandelt wird, kommt meistens aus Südafrika.

Bei Kambodscha handelt es sich um den klassischen Fall eines Transitlandes für illegale Substanzen. Einerseits hat dies mit der geographischen Nähe zu drogenproduzierenden Regionen zu tun, andererseits aber auch mit der fehlenden Autorität bzw. den fehlenden Mitteln, den Drogenhandel effizient zu bekämpfen.

Link zum Artikel der Phnom Penh Post (Englisch) – Artikel nicht mehr aufrufbar

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