Afghanistan: UNODC finanziert Alternativen zum Schlafmohnanbau

Opium, Schlafmohn, Anbau

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Afghanistan gilt noch immer als der weltweit führende Produzent von Opiaten. Gerade in der Krisenzeit nach dem Sturz der Taliban stieg die Anzahl der Schlafmohnfelder, die als Basis für Opiate dienen, an. Die bisherigen Bemühungen der alliierten Truppen erschöpften sich zumeist in der Vernichtung von entdeckten Feldern. Den Bauern wurde so meist deren Existenzgrundlage genommen. Das Ansehen der ausländischen Truppen wurde so weiter verschlechtert und auf lange Sicht war der Nutzen dieser Aktionen fraglich, da die Bauern oft nach kurzer Zeit wieder den lukrativen Schlafmohn anbauten.

Die Perspektive für die betroffenen Bauern könnte sich jetzt jedoch maßgeblich verändern. Der Leiter des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC), Yury Fedotov traf sich vergangenen Dienstag mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai um die regionalen Antidrogenmaßnahmen zu besprechen. Im Zuge der schrittweisen Übergabe der Macht an die afghanische Regierung startet die UNODC ein spezifisches Länderprogramm für Afghanistan und die gesamte Region. Innerhalb der nächsten 2 Jahre sollen Kapazitäten zur Bekämpfung von Drogenanbau und –handel, sowie zur Reduktion der Nachfrage nach der illegalen Substanz, ausgebaut werden. Eine Kernmaßnahme des Länderprogramms wird die Versorgung der afghanischen Bauern mit Alternativen zum Schlafmohnanbau sein.1

Die bereits aktive Aga Khan Kampagne unterstützt jetzt schon ehemalige Schlafmohn-Bauern mit der Bereitstellung von Samen diverser Früchte in der afghanischen Provinz Badakhshan. Das neue Länderprogramm, welches das größte spendenfinanzierte Programm der UNODC weltweit sein wird, orientiert sich an diesen Methoden.2


Link zur Aga Khan Kampagne

  1. Link zum Artikel von UNODC []
  2. Link zum Artikel der UNODC []

Über alex / EarthLink

Student der Politikwissenschaften und der Soziologie an der LMU München. Praktikant bei EarthLink e.V. Isst jeden Tag einen Apfel.
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