Internationale Antidrogenkonferenz in Peru

Bild: © n.v. -

Die peruanische Hauptstadt Lima ist Austragungsort einer heute stattfindenden internationalen Konferenz, die sich mit der weltweiten Drogenproblematik beschäftigt. An der Zusammenkunft nehmen insgesamt 78 Delegationen aus 68 verschiedenen Ländern, sowie zehn internationalen Organisationen teil. Schwerpunkt der Antidrogenkonferenz soll mitunter die anvisierte Restrukturierung der internationalen Strategie gegen den globalen Drogenhandel darstellen. Thematisiert werden im Zuge dessen vor allem auch die Bereiche der Nachfragereduzierung, der Verringerung des Angebots sowie der Ausarbeitung von alternativen Entwicklungsangeboten. Die Direktorin der peruanischen „Nationalen Kommission für Entwicklung und ein drogenfreies Leben“ Carmen Masías setzt durchaus Hoffnungen in die Konferenz: „Sie könnte eine Gelegenheit darstellen, wichtige Informationen zu erhalten und bessere Vereinbarungen sowohl mit den Ländern der Region, als auch Europas zu erzielen.“ Der peruanische Außenminister Rafael Roncaglielo hebt zusätzlich hervor, dass es sich bezüglich des Kampfes gegen den Drogenhandel stets um eine geteilte Verantwortung der verschiedenen Länder handeln müsse. Demnach sehen sich einige Länder eher mit dem Problem der Drogenproduktion konfrontiert, wohingegen andere Länder mit dem Problem einer hohen Nachfrage an Drogen umzugehen haben.12

An der Antidrogenkonferenz teilnehmen wird auch eine Delegation aus Russland. Darunter befindet sich der Leiter der russischen Behörde des Kampfes gegen die Drogen, Viktor Ivanov. Neben der Teilnahme an der Konferenz in Lima, wird die russische Delegation ebenfalls noch Argentinien und Brasilien besuchen. Im Rahmen dieser Reise verfolgt die russische Delegation das Ziel einer Vertiefung der gemeinsamen Kooperation im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel. Beispielsweise wird hierbei auch die Ausarbeitung gemeinsamer Strategien zur Auslöschung der Handelswege von Drogen auf deren Weg von Lateinamerika nach Russland einen wichtigen Punkt darstellen. Vermutlich wird es im Rahmen der Reise der russischen Offiziellen dabei auch zur Unterzeichung von Kooperationsabkommen mit entsprechenden lateinamerikanischen Institutionen wie der peruanischen Polizei und der „Nationalen Kommission für Entwicklung und ein drogenfreies Leben“ kommen. Die russischen Bemühungen um eine bessere Zusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas, eine Region welche als einer der größten Drogenproduzenten gilt,  wirkt nur allzu verständlich wenn man bedenkt, dass es in Russland schätzungsweise über acht Millionen Drogekonsumenten, sowie eine jährliche Anzahl von etwa 100 000 Drogentote zu verzeichnen gibt.34

  1. Artikel Diario16 (auf Spanisch) []
  2. Artikel RPP Noticias (auf Spanisch) []
  3. Artikel Prensa Latina (auf Spanisch) []
  4. Artikel Noticias Terra (auf Spanisch) []

Über moritz / earthlink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft und der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung and der LMU München
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Eine Antwort auf Internationale Antidrogenkonferenz in Peru

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