Abschaffung der obligatorischen Todesstrafe für Drogenkuriere in Singapur

Bild: © n.v. -

Der stellvertretende Premier Singapurs, Teo Chee Hean, gab am Vormittag im Parlament bekannt, dass die obligatorische Todesstrafe für Drogenkuriere abgeschafft werden soll.

In Singapur führt eine Verurteilung wegen Drogenhandels oder zum Handel bestimmten Besitzes ab 15g Heroin, 30g Kokain oder 500g Cannabis zwangsläufig zu einer Verurteilung zum Tode.1

Zukünftig soll es im Ermessensspielraum des Richter liegen, bei Fällen von Drogenhandel alternativ eine lebenslange Haftstrafe zu verhängen. In Verfahren gegen Drogenbosse und Dealer soll dagegen auch weiterhin in jedem Fall eine Todesstrafe verhängt werden.

Diese strenge Gesetzgebung wurde in der Vergangenheit von Menschenrechtsorganisationen stark kritisiert. Singapur hingegen sieht die harten Strafen als notwendig an, um die Kriminalität im Land zu kontrollieren und ist mit diesen Ansichten nicht allein: auch in Vietnam, Malaysia, Indonesien und China steht zum Beispiel auf viele Verbrechen im Zusammenhang mit Drogen die Todesstrafe.2

  1. Singapore: Drug laws and the death penalty []
  2. The Guardian – Singapore scraps mandatory death penalty for drug couriers []

Über lisaK / earthlink

Praktikantin bei EarthLink / Studiert Politikwissenschaft und VWL an der LMU München
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