Bolivien und Peru wollen Satelliten gegen den Kokainhandel einsetzen

Bolivien und Peru haben eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, zur Bekämpfung des Drogenhandels entlang ihrer gemeinsamen Grenze. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass ihre vorgeschlagene Strategie ausreicht, um den Schmuggel über ihre Grenzen zu stoppen.1
Peru ist derzeit größter Kokablatt beziehungsweise Kokainproduzent und Bolivien ist drittgrößter Kokaproduzent. In der Andenregion haben der Anbau und der Konsum der Kokapflanze eine alte Tradition. Dass gesamte Koka weltweit kommt aus den Bolivien, Peru und Kolumbien und geht von dort an die Absatzmärkte, vor allem Nordamerika und Europa. Dabei passiert es die bolivianisch-peruanische Grenze auf dem Weg nach Kolumbien über Mexiko und zuletzt die USA.23
Bolivianische und peruanische Marineeinheiten sollen künftig Satelliten verwenden, um den Luftdrogenhandel über dem Titicacasee, der zwischen den beiden Ländern liegt, zu überwachen. Die Marine beider Länder koordiniert zusätzlich eine Anti-Drogen-Operation, die zur Bekämpfung des Drogenschmuggels auf See dienen soll. Laut Felipe Caceres, Boliviens Vizeminister der Verteidigung, sei die Überwachung des Drogenhandels auf See nicht möglich, zudem habe der Handel von der peruanischen zur bolivianischen Seite des Sees in den letzten Monaten zugenommen. Im Rahmen des Abkommens haben die beiden Länder vereinbart, im Jahr 2015 sowohl in den Grenzgebieten als auch in einer Region in Peru, die bekannt ist als VRAEM, mit gemeinsamer Anstrengung den Koka Handel auszurotten.4
Die Region ist bekannt für Koka-Anbau, kaum staatliche Präsenz ,und dass sie von Kartellen beherrscht wird. Gleichzeitig sollen sich dort die letzten Überbleibsel der Rebellen des „leuchtenden Pfads“ (Sendero Luminoso) aufhalten.5
Bolivien und Peru meinen es ernst mit der Kontrolle des Drogenhandels entlang der gemeinsamen Grenze. Es bleibt aber abzuwarten, ob die neue Strategie aufgehen wird.
Weder Peru noch Bolivien haben Radargeräte, um den Luftdrogenhandel zu beobachten. Das behindert die Bemühungen die Grenzregion zu überwachen erheblich. Die Satelliten sind zwar nicht so effektiv wie Radargeräte, aber es ist eine Verbesserung gegenüber gar keiner Luftüberwachung. Es bleibt unklar, wie nützlich die Satelliten bei der Bekämpfung des Drogenhandel sein werden. Peru hatte in der Vergangenheit bereits Schritte unternommen, um den Drogenhandel zu bekämpfen, durch Sprengung von Landebahnen. Allerdings können Drogenhändler schnell und kostengünstig die Landebahnen wieder aufbauen.4

  1. Insight Crime:Bolivia, Peru Agree to Fight Drug Trafficking Along Border -01.12.14 []
  2. Insight Crime:4 Reasons Why Peru Became World’s Top Cocaine Producer -01.12.14 []
  3. US Department of State: 2012 International Narcotics Control Strategy Report (INCSR) -01.12.14 []
  4. Insight Crime:Bolivia, Peru Agree to Fight Drug Trafficking Along Border -01.12.14 [] []
  5. Info Amazonas: Peru: Was ist und wo liegt das VRAE? -01.12.14 []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!
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