Drogen: Folgen für die Ökologie

Durch den Konsum und Handel von illegalen Drogen schadet man der Umwelt. Vielen ist nicht bewusst, welch verheerende Auswirkungen illegale Drogen auf Mensch und Umwelt haben. Illegale Entsorgung von Chemikalien aus dem Drogenlabor, Rodung von Regenwäldern für Coca und Schlafmohnanbau, aber vor allem auch der Kampf gegen die Drogen hat schlimme Auswirkungen. Zudem nehmen die Drogen oft einen langen Weg auf sich, bis sie zum Endkonsumenten gelangen.
Beginnen wir beim Drogenanbau: Durch die Kokain- , Heroin- und Marihuanaindustrie werden für den Anbau Regenwälder gerodet und zerstört. Erderosionen entstehen, im Winter kommt es dadurch zu Überschwemmungen, weil der Boden nicht mehr richtig das Wasser speichert und abgibt. Im Sommer kommt es dadurch zu Trockenheit. Je intensiver die Polizei und das Militär vorgeht, um die Plantagen zu entdecken, umso weiter ziehen die Drogenbauern in unberührte Gebiete und vergrößern die Fläche der Zerstörung.
Auch die staatlichen Behörden zerstören den Wald: Durch den Anti-Drogenkampf werden von der Luft aus Herbizide wie Glyphosat und Tebuthiuron versprüht. Glyphosat, ein Breitbandherbizid, ist einer der Hauptwirkstoffe im von Monsanto entwickelten Herbizid „Roundup“. Die durch die Luft verteilten Unkrautvernichtungsmitteln treffen nicht nur die beabsichtigten Ziele. Infolge der Windverteilung kommt das Mittel auf weitere Flächen. Alle Pflanzen, die kein spezielles Resistenzgen besitzen, gehen durch Glyphosat ein. Zudem stört das Herbizid die Mikroorganismen im Boden- und Wurzelraum, die wichtig sind für die Nährstoffe im Bodenreich. Für die meisten Tiere, inklusive dem Menschen, ist das Glyphosat und viele andere Herbizide stark gesundheitsschädigend. Um sich ihnen zu schützen, benutzen die Bauern Gegenchemikalien, was die Gesamtenge an Chemikalien deutlich erhöht.1
Die Anti-Drogeneinheiten benutzen auch einen gentechnisch veränderten Schimmelpilz namens Fusarium Oxysporum, welcher eine große Gefahr für die Flora darstellt, denn er zerstört die Wurzel aller Pflanzen, die mit ihm in Berührung kommen. Dieser Pilz überlebt bis zu 40 Jahre im Boden und breitet sich in einem unvorstellbaren Maß aus. Nicht nur die Pflanzen für die Drogengewinnung werden zerstört, sondern auch alle anderen. Dies führt dazu, dass immer weniger Nahrung angebaut werden kann.2 Durch diese Maßnahmen ist es in Ländern wie Kolumbien schon zu Hungerproblemen gekommen, zu erkrankten Nutztieren und einer erheblich beeinträchtigten Trinkwasserqualität. Die Folgen sind entweder ein vermehrter Drogenanbau, um die finanziellen Schäden zu senken oder die Menschen sind gezwungen weg zuziehen. Die Abfälle, die bei der Drogenherstellung anfallen, tragen auch zur starken Umweltzerstörung bei. Chemikalien, die übrig bleiben, werden illegal entsorgt. Sie verseuchen, dort wo sie entsorgt wurden, das ganze Gebiet, einschließlich der Flüsse und dem Grundwasser. Hochtoxische Stoffe wie Petroleum, Toluol, Schwefelsäure und Salzsäure werden unkontrolliert in die Umwelt gelassen und zerstören heimische Fische und Pflanzen.
Der Drogenschmuggel fügt der Umwelt auch Schaden zu: Es werden Landeplätze für Schmuggelflugzeuge, vor allem im Urwald gebaut, welche viel Platz benötigen. Etwa ein Zehntel der Kohlenstoffdioxid Emission geht auf die Kosten des gesamten Flugverkehrs. Vor allem beim Start verbraucht das Flugzeug am meisten Kerosin. Bei der Verbrennung von dem Flugzeugtreibstoff entstehen mitunter von Kohlenstoffdioxid noch weitere toxische Substanzen wie Kohlenstoffmonoxid, Stickoxide, Schwefeloxide in Form von Gas und Kohlenstoff im festen Zustand von Staub.3

  1. Wikipedia: Herbizid – stand: 28.03.15 []
  2. Wikipedia: Fusarium oxysporum – stand: 28.03.15 []
  3. Wikipedia: Ökologische Auswirkungen des Luftverkehrs – stand: 28.03.15 []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!

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