Korruptionsskandale in Argentinien: neue Anti-Drogen-Einheit ins Leben gerufen

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Nach einem Korruptionsskandal bei einer früheren Anti-Drogen-Einheit wurde in der argentinischen Provinz Cordoba eine neue Anti-Drogen-Polizei gegründet, für interne Ermittlungen. Das wachsende Drogenproblem ist eine ständige Herausforderung für das Land, die bewältigt werden muss. Am 4. Mai nahm die neue Einheit mit 220 speziell ausgebildeten Agenten in Cordoba ihre neue Tätigkeit auf. Sie wird ihre Arbeit ohne die Unterstützung der örtlichen Polizei durchführen. Mitte 2013 kam ans Licht, dass die örtliche Polizei in Verbindung mit Drogenhändlern steht.

Der Kampf gegen die kriminellen Gruppen wurde durch eine Reihe von Hindernissen, einschließlich veralteter Rechtsvorschriften, erschwert. Bei einem aktuellen Fall war der Bundesrichter gezwungen, zwei Verdächtige, die mit synthetischen Substanzen handelten, frei zu lassen. Der Grund war eine erschreckend veraltete Liste von illegalen Substanzen. Bei einem anderen Fall in Rosario, der drittgrößten Stadt des Landes, erhielten 18 Mitglieder der Los Monos im April überraschend milde Strafen, obwohl sie angeblich eine ganze Reihe von Morden begangen hatten. Die Staatsanwaltschaft trägt daran Teilschuld, da sie nicht in der Lage war, genügend Beweise zu sammeln und zu präsentieren.1

Argentinien ist nicht mehr nur ein Transitland für Kokain aus Mexiko und Kolumbien, sondern gewinnt zunehmend an Bedeutung im regionalen Drogenhandel. Der lokale Verbrauch von Kokain ist ein großes Problem.2 Das Land dient als Umschlagplatz und Operationsbasis für ausländische Kriminelle. Durch neue kriminelle Organisationen im Land wächst auch die Gewalt. Dadurch sind neue Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden entstanden. Eine der größten Schwierigkeiten ist die Korruption in Form von Verbindungen zwischen kriminellen Gruppen und Beamten. Laut eines Vorwurfs soll die Polizei von Buenos Aires die Einfuhr von Ephedrin erleichtert haben. Ephedrin wird für die Synthese von Methamphetamin benötigt.

Kürzlich wurde in der Stadt Rosario, in der Provinz Santa Fe ein Anstieg der Gewalt vermerkt. Zwei rivalisierende Gruppen, die im Drogenhandel tätig sind, die Gruppe Los Monos und die Gang Los Bassi, sind für diesen Anstieg der Gewalt verantwortlich. Am 29. April wurden drei mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Organisation Los Monos ermordet.

Ebenso bereitet den Behörden die Entwicklung des synthetischen Drogenhandels im Land erhebliche Sorgen. Durch die Herstellung der synthetischen Substanzen sind neue Medikamente hervorgegangen, die nicht regulierte Substanzen enthalten. Dadurch fällt es den Behörden schwer die Gruppen, ihre Produktion und den Vertrieb zu verfolgen.1

  1. In Sight Crime: Amid Growing Drug Challenges, Argentina Inaugurates New Anti-Narcotics Force – stand: 05.05.2015 [] []
  2. Talking about Columbia: Argentina’s cocaine consumption is highest in region – stand: 05.05.2015 []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!
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