Kokainproduktion

Exkurs

Kokain ist die Vorstufe des deutlich stärkeren und schneller süchtig machenden „Cracks“. Die Herstellung erfolgt, indem Kokainsalz mit Natriumhydrogencarbonat (Natron) vermischt und erhitzt wird. In den USA beispielsweise ist dies bereits mit bloßem Backpulver möglich, welches dort ausschließlich aus Natriumhydrogencarbonat besteht.

(c) Riopatuca | Dreamstime.com

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Kokain ist ein weißes Pulver, das mit Hilfe chemischer Prozesse aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen wird. Es handelt sich dabei um ein Alkaloid, ein stickstoffhaltiger Pflanzenstoff, der zu einem Prozent in den Blättern des Strauches enthalten ist. Durch Extraktion aus den Blättern entsteht die sogenannte Koka-Paste, welche durch chemische Vorgänge zu Kokainhydrochlorid weiterverarbeitet wird. In den meisten Fällen werden danach zunächst Streckmittel beigemischt, bis die Droge als „Koks“ auf den Markt gelangt.

Die Kokainproduktion bzw. der Kokaanbau beschränkt sich so gut wie aussschließlich auf die Andenstaaten Peru, Kolumbien und Bolivien. Dies hat mit den extrem guten klimatischen Bedingungen zu tun, die an den Berghängen dieser Staaten herrschen. Im Jahr 2015 wurden 156.500 Hektar Land mit der Kokapflanze bebaut.

Insgesamt befindet sich die weltweite Produktion von Koka im Vergleich zum Jahr 2000 immer noch auf einem relativ niedrigen Niveau. In Kolumbien jedoch verdoppelte sich die Anbaufläche innerhalb eines Jahres. Dies geht auf mehrere Faktoren zurück: Seit Oktober 2015 hat die Regierung in Bogota die Vernichtung von Kokafeldern eingestellt. So sehen viele Farmer mittlerweile kein großes Risiko mehr beim Anbau der illegalen Pflanze. Gleichzeitig wurden den kolumbianischen Bauern im Rahmen der Friedensverhandlung mit der FARC, die maßgeblich für den Kokaanbau im Land verantwortlich war, legale Anbaualternativen in Aussicht gestellt. Nun bleiben viele von ihnen vorerst bei der Kultivierung der Pflanze oder steigen gar um, um von den Vorteilen der Regierungsprogramme zu profitieren. In Peru und Bolivien ging die Anbaufläche für Koka zurück, was vor allem mit den Alternativ- bzw. Sozialprogrammen der jeweiligen Regierungen zu tun hat. Hierbei wird angestrebt, die Bauern freiwillig zu einem Umstieg auf legale Anbauprodukte zu bewegen.

 

 

Das UNODC schätzt, dass 2015 ca. 1125 Tonnen Kokain produziert wurden, ein Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl diese Menge in Relation zur „Hochzeit“ der Kokainherstellung Anfang der 2000er Jahre gering ist, lässt sich ein Aufwärtstrend in den letzten Jahren erkennen. Man geht davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.

 

Quellen:

Wikipedia – Artikel: Kokain

World Drug Report 2017

World Drug Report 2016

World Drug Report 2014

The Economist: Why is less cocaine coming from Colombia?

16 Kommentare zu Kokainproduktion

  1. bum bum sagt:

    Ich finde diese seite super ich habe dank der seite eine 1 in einem referat gehabt macht weiter so

  2. Andy CyberEMO sagt:

    Warum schreibt nicht endlich jemand mal ein Referat über Drogen-Ersatzstoffe die vor allem auch die Research Chemical abdecken. Ich denke da so an folgende Medis (alle rezeptplichtig):
    Zopiclon zum Schlafen
    Valium, Lorazepam, Insidon, Doxepin Promethazin, Quetiapin zum Beruhigen
    Modafinil zum Wachhalten.
    Ich habe mit all diesen Stoffen Erfahrung und zwar gute!

  3. anjila-lucy-magica sagt:

    Hallo.Ich brauche hilfe.Ich muss ein Referat über Drogen halten.Insbesondere über Crack.Allerdings habe ich null ahnung von Crack.Hilft mir bitte jemand und informiert mich über diese Droge?

  4. cengiz sagt:

    ich hoffe das die Welt irgendwann Drogenfrei ist und ich wünschte es gäbe keine Zigaretten

    • DerferteJoel sagt:

      Und was ist mit Coffein, was zb auch in Schokolade enthalten ist? Oder mit „Drogen“, die völlig zu Unrecht verboten sind wie zB LSD und Zauberpilze?

  5. donleone sagt:

    Hallo liebes Team

    Ich finde eure Seite super 🙂
    Ich bin momentn an einer Vertieffungsarbeit für meine Lehrabschlussprüfung drann und ich muss sagen ich habe sehr viele Infos von eurer Seite mit hinein genommen und euch auch in meiner Arbeit erwähnt 😉
    Ich finde es auch super, dass ihr nicht genaue Anleitungen zur Herstellung verwendet 🙂

    Weiter so 😉

  6. Heinz Wiener sagt:

    Warum kann man Coca Pflanzen nicht unter speziellen
    Lampen zuhause in Blumentoepfen erzeugen ?
    Geht das den oder wuerde man zu viele m2 Flaechen
    benoetigen um genug Rohmaferial für ein paar Gramm
    des weissen Pulvers zu erzeugen.

    • christian / EarthLink sagt:

      Hallo Heinz,

      ich befürchte, Du hast da was falsch verstanden.

      Das Ziel unserer Seite ist, die verheerenden Folgen der Drogenwirtschaft in den Hersteller- und Transitstaaten aufzuzeigen. Dazu ist es auch notwendig, ein paar grundlegende Informationen zu den verschiedenen Drogenarten zu geben. Wir möchten den Menschen aber definitiv keine Anleitung geben, wie sie selbst Drogen herstellen können. Wir empfehlen Dir, das lieber sein zu lassen 😉

  7. weisskeinname sagt:

    Heyy ihr 🙂
    Ich finde eure Website sehr gut, ich mache grad auch mit meiner Freundin eine GFS über Drogen.
    Dankeschön :))

  8. Sara sagt:

    Ich finde nicht nur diesen Artikel echt gut, sondern die ganze website. Die hier genannten Informationen helfen mir bei meiner schulischen Facharbeit über Drogen und ihre Wirkung auf den Meenschen. Weiter so 🙂

  9. AlbanerQueen sagt:

    Hallo alle Miteinander,
    ich finde man sollte noch mehr ins Detail gehen, wie man Kokain herstellt.
    Das ist hier alles nur so Grob zusammengefasst und das wichtigste hat man ausgelassen 🙁

    • Lukas / EarthLink sagt:

      Hallo AlbanerQueen,
      danke für deine Anmerkung, wir werden demnächst noch einmal spezieller zu den entwicklungspolitischen Folgen der Kokainherstellung recherchieren und gegebenenfalls etwas ergänzen. Sollten dir noch weitere entwicklungspolitisch relevante Aspekte zur Kokainherstellung oder anderen Inhalte einfallen, freuen wir uns natürlich sehr über weitere inhaltlich konstruktive Mitarbeit 🙂
      Gruß,
      Lukas

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