Gefängnisbanden Brasiliens expandieren in der Region

Schwaerzer Hubschrauber über Favela in Brasilien Hubschrauber über Favela | Bild (Ausschnitt): ©  Gabriel Rocha [CC BY 2.0]  - Flickr In Brasilien scheinen Gefängnisbanden über wesentliche Teile des Strafsystems zu herrschen. Längst geht ihr Einfluss auch über die Mauern hinaus und hält die Menschen in der Region in Atem. Ende April hat die mächtigste der brasilianischen Banden, Primeiro Comando da Capital – kurz PCC, einen spektakulären Raub in Paraguay vollzogen. Dabei soll sie eine große Summe Geld erbeutet haben. Die betroffene Sicherheitsfirma hat später eingeräumt, der Raub sei der größte in der Geschichte des Landes gewesen, mit einer gestohlenen Summe von 11.720.255 Dollar. Erstaunt waren die Behörden im Ort Ciudad del Este über die Vorgehensweise der Kriminellen. Denn es war kein minutiös geplanter Raub, sondern gleichte in seiner Ausführung einer militärischen Attacke. Die Angreifer waren schwer bewaffnet und lieferten sich über drei Stunden ein Feuergefecht mit den örtlichen Sicherheitskräften. Ein Waffendepot der Polizei wurde in Brand gesetzt, um den Einsatz zu erschweren. Zum Ort des Geschehens eilende Polizisten wurden von Scharfschützen ins Visier genommen. Es gleicht einem Wunder, dass nur ein Beamter bei dem Einsatz ums Leben gekommen ist. Dieser Vorfall wird in Paraguay als ein Angriff auf das Land interpretiert. Sicherheitsbehörden in der gesamten Region melden erhöhte Aktivität der Gang. Bolivien, Argentinien, Uruguay und Paraguay befürchten, dass die Gang expandiert und so zu einem transnationalen Sicherheitsproblem für einen breiten Teil des südamerikanischen Kontinents wird.
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Drogenhändler profitieren vom Klimawandel

  Bild (Ausschnitt): © go_greener_oz [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trumps, sich von einer globalen Vereinbarung zur Bekämpfung des Klimawandels zurückzuziehen, beeinträchtigt die Bemühungen der Bewältigung der Umweltprobleme in Lateinamerika und in der Karibik, die seit langem mit dem organisierten Verbrechen in Relation stehen. Denn die Schwächung des Kampfes gegen den Klimawandel spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen für die globale Sicherheit. Zwar kann der Klimawandel nicht direkt Gewalt verursachen, aber er interagiert mit ihr und verschärft bestehende Probleme.
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Tod von Manuel Noriega: Panama ist immer noch ein wichtiges Drehkreuz für Drogenhandel

Manuel Noriega in US-Hast Bild des festgenommenen Noriega | Bild (Ausschnitt): © DEA [Public Domain]  - Wikimedia Am 29. Mai 2017 ist der ehemalige Diktator Panamas Manuel Noriega in einem Krankenhaus in Panama City gestorben. In seinem Heimatland stand er unter Hausarrest, nachdem er in den USA und in Frankreich inhaftiert worden war. Während seiner Regierungszeit machte er Panama zu einem sicheren Hafen für Drogenschmuggler. Er soll unter anderem mit Pablo Escobar kollaboriert haben. Unter seiner Herrschaft ist aus Panama auch ein sicherer Ort für Geldwäsche geworden. Bis heute ist das Land aufgrund seiner geographischen Lage eines der wichtigsten Länder für den Schmuggel von illegalen Substanzen. Noriega soll sich, für einen Anteil, gerne an diesem Geschäft beteiligt haben. Im Dezember 1989 hatten die USA nach zahllosen Problemen mit dem Diktator die Reißleine gezogen und sind in Panama einmarschiert. Rund 28.000 US-Soldaten waren an der Militäraktion beteiligt. Entscheidend für diesen Schritt war, dass die Vereinigten Staaten Noriega nicht mehr als verlässlichen Partner sahen und er aus Sicht Washingtons einen „Drogenstaat“ aus dem Land gemacht hatte.
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Der ostafrikanische Heroinhandel überschwemmt Europa und Nordamerika

Heroin  Bild (Ausschnitt): © Matthew [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flicker Seit 2010 hat ein Wachstum des Heroinhandels in und um Ostafrika die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft geweckt. Diese warnt, dass die Auswirkungen des Heroinhandels im großen Stil für die Region verheerend sein könnten . Es besteht die große Gefahr, dass die Drogenhändler ihren Einfluss in Ostafrika verstärken und das politische Leben, das Sicherheitsumfeld und das Leben der Bürger bedrohen. Längst wird die jetzige Lage Ostafrikas mit der Situation in Lateinamerika verglichen, wo die Narco-Kriminalität in weiten Teilen Fuß gefasst hat .
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Die Marihuana-Legalisierung in den USA lässt die Menschen ängstlich zurück

Marihuanapflanze  Bild (Ausschnitt): ©  MarihuanayMedicina [CC BY-SA 2.0]  - flickr Seit 2014 ist Marihuana zu medizinischen Zwecken im Bundesstaat Colorado in den USA legal. Schon der Vorgang der Legalisierung wurde in einem aufgeheizten politischen Klima sehr kontrovers diskutiert. Das Resümee zu der Legalisierung fällt zwiegespalten aus. Die Fürsprecher des Gesetzes weisen auf die vielen positiven Aspekte hin. Weniger Festnahmen, mehr Steuereinnahmen und damit Geld, welches für Schulen und Anti-Drogenprogramme verwendet wird. Die Gegner der Maßnahme verweisen auf Cannabis als Einstiegsdroge und dass einige Folgen des Gesetzes nicht absehbar sind. Sie reden davon, dass es mehr Verkehrsunfälle im Bundesstaat Colorado gebe seit der Legalisierung. Experten sagen, dass dieser Zusammenhang nur schwer nachzuvollziehen ist, weil THC nicht so einfach wie Alkohol in einem Bluttest nachgewiesen werden kann. Eine neue Studie scheint zu beweisen, dass es seit dem Gesetz einen Anstieg bei Jugendlichen gäbe, die in Krankenhäusern ambulant wegen des Missbrauchs der Droge eingeliefert werden.
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Kampf gegen Drogen: Peru darf nicht denselben Fehler machen wie Kolumbien

Koka-Pflanze in Peru Eine Koka-Pflanze wächst auf einem Feld in Peru | Bild (Ausschnitt): ©  Megan [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Peru verfolgt seit einiger Zeit eine neue Strategie im Kampf gegen Drogen. Die Regierung in Lima versucht mit radikaler Eradikation dem Koka-Anbau beizukommen. Die Präsidentin Carmen Masías möchte erreichen, dass bis 2021 ungefähr 50 Prozent der Anbaufläche von Koka zerstört wird. Diese Maßnahme soll davon begleitet werden, dass über die nächsten Jahre mehr Konfiszierungen stattfinden sollen. Darüber hinaus sollen den Bauern ernsthafte Alternativen aufgezeigt werden. Das erklärte Ziel sind 400 Tonnen weniger Kokain pro Jahr. Limas Programm ist dem kolumbianischen sehr ähnlich. Auch hier sollen mehr Felder zerstört werden. In Kolumbien haben immer mehr Eradikationen dazu geführt, dass die Anbaufläche von Koka auf 78.000 Hektar im Jahr 2012 reduziert wurde. Gleichzeitig zeigt das kolumbianische Beispiel aber auch auf, auf welche Stolpersteine Peru achten sollte.
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Koka-Anbau in Honduras könnte den Würgegriff der Gangs stärken

  Bild (Ausschnitt): © (c) Rchphoto - Dreamstime Behörden in Honduras haben Kokafarmen entdeckt. Das kommt für die meisten dort überraschend, da das Land normalerweise nicht für den Anbau der Droge bekannt ist. Bekannt dagegen ist, dass auf dem Gebiet des Staates Marihuana angebaut wird. Anbaufelder für Koka stellen ein neues Phänomen dar. Honduras ist im Hinblick auf Kokain vor allem als Transitland bekannt. Die organisierte Kriminalität nutzt ihre starken Strukturen, um Drogen auf den nordamerikanischen Markt zu bringen. Die Felder, die von honduranischen Behörden entdeckt und zerstört wurden, sind vielleicht ein Anzeichen eines Experiments, in dem Land Koka anzubauen. Bei einer der kürzlichen Konfiszierung wurde nicht nur die Pflanze entdeckt, sondern auch Chemikalien und Equipment, das benutzt wird, um die Kokablätter weiter zu verarbeiten. Ebenfalls wurde dort die Paste beschlagnahmt, mit der direkt Kokain hergestellt wird. Bei einer weiteren Beschlagnahmung wurden Kokapflanzen in voller Blüte gefunden, zusammen mit Hinweisen darauf, dass schon mindestens eine Ernte eingefahren worden war und neue Samen bereits eingepflanzt wurden. Man vermutet kolumbianische und guatemaltekische Banden hinter den Feldern, die versuchen auf dem Hoheitsgebiet Honduras‘ die Droge anzubauen. Die Häufung von Kokafeldern könnte andeuten, dass Honduras langsam von einem Transitland zu einem Produktionsland für Koka wird.
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Drogenparadies Pakistan – nicht nur Transitland, sondern auch Konsumentenhochburg

Pakistan Heroinkonsum Pakistan Heroinkonsum | Bild (Ausschnitt): ©  Photo RNW.org [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Vergangenen Montag , wurden 21 Kilogramm Heroin auf einem internationalen Flug der Linie Pakistan International Airline am Londoner Flughafen Heathrow von den Behörden sichergestellt. Es wird vermutet, dass die illegale Fracht in Islamabad geladen wurde. Bis jetzt ist nicht klar, wer dafür verantwortlich ist. Jedoch wurde die gesamte Crew des Fluges laut NCA sofort verhört, um eine Verbindung ausschließen zu können. Erneut rückt Pakistan in den Fokus und die Frage, welche Drogenpolitik das Land führt, wird präsent.
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Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Drogenangebot und -nachfrage bedingen sich gegenseitig

Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan | Bild (Ausschnitt): © Sgt Pete Thibodeau - Wikimedia Commons Bei Drogen wie auch legalen Gütern stehen Angebot und Nachfrage in unmittelbaren Zusammenhang. Die Nachfrage stellt dabei die treibende Kraft für den Drogenhandel dar. Dies bestätigte auch der ehemalige kolumbianische Präsident Belisario Betancur (1982-1986): „Solange es eine Nachfrage gibt, wird die Produktion niemals komplett ausgelöscht werden können.“ Rund 17 Millionen Menschen konsumieren jährlich illegale Opiate, dazu gehören Opium, Heroin und Morphium. Allein 2014 gab es 207.000 Drogentote. Längst ist der Drogenhandel einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Jährlich werden mehrere Milliarden US-Dollar umgesetzt. Insgesamt wurden über 7.500 Tonnen Opium benötigt, um die weltweite Heroin- und Opiumnachfrage 2014 zu decken. Allein in Afghanistan wurden 6.400 Tonnen Opium produziert. Somit werden mehr als 85 Prozent des weltweiten Marktes für illegale Opiate vom Land am Hindukusch aus bedient. Dort und im Goldenen Dreieck züchten Kleinbauern mit Schlafmohn den Rohstoff für Opium und Heroin, weil dies im Gegensatz etwa zum Weizenanbau mehr oder überhaupt Einkommen verspricht. Das treibt seit Jahrzenten ganze Familien von Landwirten in die Drogenkriminalität.
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