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El Salvador: Regierung nutzt Kampf gegen Gangs zur Verletzung von Menschenrechten

Mara Salvatrucha - MS-13 Ein Mitglied der MS-13. | Bild (Ausschnitt): © Federal Bureau of Investigation [Public Domain]  - Wikimedia Commons El Salvador kommt nicht zur Ruhe und hat mit einer erneuten Zunahme von Gangbrutalität zu kämpfen. Gerade erst ist mit dem September der gewalttätigste Monat in El Salvador im Jahr 2017 zu Ende gegangen, 435 Menschen wurden umgebracht, was fast 15 Morden pro Tag entspricht. Die Regierung reagierte in den letzten Septembertagen mit einer Machtdemonstration und ließ Panzer in den Straßen der Hauptstadt San Salvador auffahren. Eine klare Botschaft in Richtung der Gangs. Diese ließen daraufhin die Mordrate noch stärker ansteigen: zwischen dem 20. und dem 30. September wurden durchschnittlich 27 Menschen pro Tag ermordet. El Salvador versinkt immer weiter in einer Spirale aus Gewalt, die sowohl der Staat als auch die Gangs verantworten.
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Crystal-Meth hält nordkoreanische Regierung an der Macht

Drogen geben Macht Das Crystal-Meth finanziert zum großen Teil das Waffenprogramm in Nordkorea. | Bild (Ausschnitt): ©  NOS Nieuws [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Mit dem Wasserstoffbombentest am 03. September 2017 isolierte sich das Land immer mehr von den Vereinten Nationen und der Welt. Die UNO beschloss viel härtere Sanktionen gegen den Staat, insbesondere durch den Ölhandel will man dem Diktator Kim Jong Un das Wasser reichen. Dennoch kann Nordkorea weiterhin unbehindert sein Atomwaffenprogramm und die Stärkung des Militärs vornehmen. Wie kann das sein?
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Ist Kambodschas Kampf gegen die Drogen eher schädlich als hilfreich?

Injektionsspritzen zum Spritzen von Drogen Zur HIV-Prävention in Kambodscha stellen NGOs Drogenabhängigen saubere Spritzen zur Verfügung. | Bild (Ausschnitt): © Nathan Forget [CC BY 2.0]  - Flickr Seit dem ersten Januar hat die Polizei Kambodschas mehr als 10.000 Menschen wegen Drogendelikten verhaftet. Im gesamten letzten Jahr wurden 9 800 Menschen im Zusammenhang zu Drogen festgenommen. Schuld an der steigenden Zahl von Verhaftungen ist die neue Anti-Drogenkampagne. Jene reagiert auf die steigende Beliebtheit von Methamphetamin, also Yaba Tabletten und Crystal Meth. Sie gelten als die meist genutzten Drogen in der gesamten Region. Kambodscha grenzt an Laos und Thailand an, zwei der drei Länder des Goldenen Dreiecks. Auf ursprünglich sechs Monate angelegt, wurde die Kampagne vom Premierminister Hun Sen bis zum Jahresende verlängert. Zudem bekommt sie ein Budget von einer Million US-Dollar. Jenes soll für Bildung, Ausrüstung, Behandlung und als Bonus für die beteiligten Polizisten benutzt werden. Es werden nicht nur Menschen verhaftet, die Drogen konsumieren oder dabei haben. Alleine Hilfsmittel wie Spritzen dabeizuhaben, ist Grund genug verhaftet zu werden. Vorher war es möglich, auf der Straße ungestört zu konsumieren, während die Polizei vorbeilief.
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Schwacher Staat stärkt Drogenbanden in Venezuela – Muss die internationale Gemeinschaft übernehmen?

Venezuela: Wut gegen Regierung  Bild (Ausschnitt): ©  Diariocritico de Venezuela [CC BY 2.0]  - flickr Venezuela befindet sich schon seit Monaten in einer massiven Staatskrise. Das Volk leidet unter dem Mangel, den der Staat mittlerweile verwaltet. Das einst reiche Land krankt an einer Hyperinflation. Dies macht es für Venezolaner schwer, den täglichen Bedarf an Essen zu erhalten. Eine nationale Studie ergab, dass 75 Prozent der Bevölkerung wegen Nahrungsmittelknappheit 19 Pfund an Gewicht verloren haben. Noch deutlicher wird ein Blick auf das Gesundheitssystem. Die zuständige Ministerin hat Daten veröffentlicht, die die Misere belegen. Demnach sollen 98 Prozent der benötigten Medikamente nicht vorrätig sein, 85 von 100 sind überhaupt nicht mehr zu erhalten. Die Konsequenzen äußern sich dramatisch: 11.500 Säuglinge sterben vor ihrem ersten Geburtstag und die Mortalität von Müttern ist um 65 Prozent gestiegen.
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Korruption, Gewalt & Kriminalität – Honduras droht ein zweites Kolumbien zu werden

Sichergestellte Ladung Kokain aus Honduras Von der US-Küstenwache konfisziertes Kokain | Bild (Ausschnitt): © von Coast Guard (Drug hand off) [Public domain] [Public Domain]  - Wikimedia Commons Am 22. Mai wurde in Honduras eine Koka-Farm gefunden. Sie umfasste ungefähr 84.000 Quadratmeter. Der Verdacht hatte sich erhärtet, weil man Chemikalien fand, die dazu benutzt werden die Blätter weiter zu verarbeiten. Im Zuge der Ermittlungen wurden immer häufiger entsprechende Felder überall im Land entdeckt. Die Sicherheitsbehörden gehen momentan davon aus, dass es sich hierbei um Experimente von kolumbianischen oder guatemaltekischen Banden handelt. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Farm vor ungefähr drei Jahren von kolumbianischen Ingenieuren aufgebaut worden ist. Sie hatten mit Absicht eine Lage ausgewählt, die abgelegen ist, in bergigen und regnerischen Gebieten Honduras‘, die gute Bedingungen für das Anpflanzen von Koka bedeuten. Es deutet immer mehr darauf hin, dass kriminelle Banden ein Interesse daran haben, das Land von einem Transitland zu einem Produktionsland für Kokain zu machen.
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Argentinien – Korruption vergrößert Kluft zwischen Arm und Reich

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im März 2017 wurden in der Stadt Itatí, die in Argentiniens nördlicher Provinz Corrientes an der Grenze zu Paraguay liegt, mehrere Beamte verhaftet. Darunter auch der Bürgermeister Natividad "Roger" Terán, sein Stellvertreter Fabio Aquino und der Polizeichef Ocampo Alvarenga.Sie wurden beschuldigt, mit 25 weiteren Verdächtigen, Teil einer kriminellen Organisation zu sein, die sich auf den Handel von Marihuana spezialisiert hat. Folglich wurden die Wahlen des Bürgermeisters und des Vizebürgermeisters mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Drogengeldern finanziert. Berichten zufolge waren sie für die Gewährleistung der Straflosigkeit der Beteiligten verantwortlich, sodass die Drogen problemlos bewegt werden konnten. Angeblich waren aber nicht nur die Polizei und der Bürgermeister in das korrupte Netz verstrickt. Der aus dem Gefängnis und unterstützt jeden, der Arbeit sucht und vor dem Abgrund steht. Offensichtlich hat Itatí strategisch gesehen eine perfekte Lage, um die Drogen von Paraguay nach Argentinien zu bringen und somit war eine kriminelle Infiltration gewissermaßen erst möglich.
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Neue Wege und neue Gesichter des Drogenhandels

Kokainkonsum Darstellung von Kokainkonsum | Bild (Ausschnitt): © Matthijs [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Interpols Operation Lionfish – ASEAN war ein voller Erfolg. Vierzehn Staaten im asiatischen Raum haben sich bei dieser Operation zusammen getan. Bis jetzt konnten 350 Kilogramm, 50 Liter und 2.175 Tabletten, illegaler Substanzen wie Kokain, Cannabis und Heroin, mit einem geschätzten Wert von 18 Millionen US-Dollar in der erst seit zwei Wochen laufenden Operation beschlagnahmt werden
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Drogenhändler profitieren vom Klimawandel

  Bild (Ausschnitt): © go_greener_oz [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trumps, sich von einer globalen Vereinbarung zur Bekämpfung des Klimawandels zurückzuziehen, beeinträchtigt die Bemühungen der Bewältigung der Umweltprobleme in Lateinamerika und in der Karibik, die seit langem mit dem organisierten Verbrechen in Relation stehen. Denn die Schwächung des Kampfes gegen den Klimawandel spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen für die globale Sicherheit. Zwar kann der Klimawandel nicht direkt Gewalt verursachen, aber er interagiert mit ihr und verschärft bestehende Probleme.
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Drogenangebot und -nachfrage bedingen sich gegenseitig

Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan | Bild (Ausschnitt): © Sgt Pete Thibodeau - Wikimedia Commons Bei Drogen wie auch legalen Gütern stehen Angebot und Nachfrage in unmittelbaren Zusammenhang. Die Nachfrage stellt dabei die treibende Kraft für den Drogenhandel dar. Dies bestätigte auch der ehemalige kolumbianische Präsident Belisario Betancur (1982-1986): „Solange es eine Nachfrage gibt, wird die Produktion niemals komplett ausgelöscht werden können.“ Rund 17 Millionen Menschen konsumieren jährlich illegale Opiate, dazu gehören Opium, Heroin und Morphium. Allein 2014 gab es 207.000 Drogentote. Längst ist der Drogenhandel einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Jährlich werden mehrere Milliarden US-Dollar umgesetzt. Insgesamt wurden über 7.500 Tonnen Opium benötigt, um die weltweite Heroin- und Opiumnachfrage 2014 zu decken. Allein in Afghanistan wurden 6.400 Tonnen Opium produziert. Somit werden mehr als 85 Prozent des weltweiten Marktes für illegale Opiate vom Land am Hindukusch aus bedient. Dort und im Goldenen Dreieck züchten Kleinbauern mit Schlafmohn den Rohstoff für Opium und Heroin, weil dies im Gegensatz etwa zum Weizenanbau mehr oder überhaupt Einkommen verspricht. Das treibt seit Jahrzenten ganze Familien von Landwirten in die Drogenkriminalität.
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In Laos steigt der Methamphetaminkonsum unter der jüngeren Generation

Opium und Heroin Opium und Heroin | Bild (Ausschnitt): ©  Jordi Bernabeu Farrús [CC BY 2.0]  - Flickr Das landumschlossene Laos ist ein wichtiger Transitstaat für Metamphetamin, produziert in China und Myanmar, welches anschließend in den Süden nach Thailand, Kambodscha und Malaysia transportiert wird. Zudem liegt der Staat an der östlichen Spitze des sogenannten Goldenen Dreiecks, dem weltweit zweitgrößten Gebiet der Drogenproduktion nach Lateinamerika, und führendem Opiumhersteller. Schwach kontrollierte und durchlässige Grenzübergänge sowie zügellose Korruption haben den lukrativen Drogenhandel gedeihen lassen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Verbesserung der Infrastruktur und des Kommunikationsnetzes bieten eine günstige Gelegenheit für das Drogengeschäft. Im Vergleich zu Lateinamerika sind die Anführer der Kartelle wenigen Risiken ausgesetzt.
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