Schlagwort-Archive: Bolivien

Bolivien: Neues Gesetz stellt Kokabauern vor unterschiedliche Herausforderungen

Evo Morales Evo Morales | Bild (Ausschnitt): © DPMS [CC BY-SA 2.0]  - Flickr „Koka ja, Kokain nein!“ – unter diesem Motto setzt sich der ehemalige Kokabauer und heutige bolivianische Präsident Evo Morales seit langem für eine alternative Nutzung und Kommerzialisierung der Kokapflanze als Nahrungsmittel ein. Um diese Linie zu unterstreichen, war das Land bereits 2011 aus der Betäubungsmittelkonvention der Vereinten Nationen von 1961 ausgetreten, da diese jeglichen Koka-Konsum verbietet. Erst nachdem in einer Ausnahmeregelung festgelegt wurde, dass das Kauen der jahrtausendealten Kulturpflanze für den Eigenbedarf – wie es im Rahmen der traditionellen Nutzung üblich ist – erlaubt sei, trat der Andenstaat der Konvention 2013 wieder bei. Für die indigenen Andenvölker gilt Koka als heilige Pflanze, die es unter anderem vermag, den Hunger zu lindern, das Immunsystem zu stärken und der Höhenkrankheit vorzubeugen.
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San Pedro – das gefährlichste Gefängnis von Bolivien

San Pedro in La Paz San Pedro in La Paz | Bild (Ausschnitt): © Danielle Pereira [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Mit dem Namen Petrus verbinden wir eine Figur, die die Weltgeschichte entscheidend zu prägen scheint, gründet sich doch der Anspruch der katholischen Kirche auf die Nachfolge des römischen Papsttums und letztlich Jesu eben auf jenen Apostel Petrus, welcher der erste Bischof von Rom gewesen sein soll. Dabei ist es höchst umstritten, ob der Jesus-Jünger je in Rom gewesen ist. Betrachtet man den Lebenslauf des Petrus, eigentlich den eines Fischers namens Simon, so lag dessen Hauptwirkungsstätte in Kapernaum am See Genezareth. Simon wurde „Petros“, im Griechischen „Fels“, auf Aramäisch „Kepa“, genannt und sollte den Fels darstellen, auf den Rom gemäß dem berühmten Jesuswort („Du bist Petrus [griech. petros] und auf diesen Felsen [griech. petra] werde ich meine Kirche [ekklesia] bauen“, Mk 8, 29 ff.) seine Kirche baut.
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Argentinien: Geplanter Einsatz des Militärs in Grenzregionen zur Bekämpfung des Drogenhandels löst Debatte aus

Argentinien  Bild (Ausschnitt): ©  Beatrice Murch [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Pläne der argentinischen Regierung, an Grenzübergängen Soldaten einzusetzen, um gegen Drogenschmuggler vorzugehen, haben im südamerikanischen Land eine Debatte über die Rolle des Militärs im Kampf gegen den Drogenhandel ausgelöst. Clarín berichtete unter Berufung auf Quellen aus dem Verteidigungsministerium, dass die Behörden Radarsysteme der Luftwaffe nutzen wollten, um den argentinischen Luftraum besser kontrollieren zu können. Laut Infobae sollen die Streitkräfte zudem in den nördlichen Grenzregionen verstärkt Präsenz zeigen.
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Brasilien: Beschlagnahmte Dokumente verdeutlichen Expansion des PCC

São Paulo Brasilien PCC São Paulo - hier befinden sich die Hochburgen des PCC. | Bild (Ausschnitt): ©  Pedro Savério Penna [CC BY 2.0]  - Flickr Brasilianische Behörden haben zahlreiche Dokumente beschlagnahmt, die aufzeigen, dass die Einnahmen und Mitgliedszahlen sowie der Grad der internationale Einflussnahme der größten kriminellen Organisation des Landes, das Primeiro Comando da Capital (PCC), allesamt in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Die brasilianische Tageszeitung O Estado de S.Paulo berichtet, dass man den sichergestellten internen Unterlagen der kriminellen Gruppe unter anderem detaillierte Informationen über Einkommensströme, Geldwäscheschemas und die Anzahl der Mitglieder entnehmen könne. Laut InSight Crime verdeutlichen die Dokumente darüber hinaus die zunehmende Expansion des PCC auch über die brasilianischen Landesgrenzen hinaus.
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Fast eine Tonne Kokain sichergestellt – Bayerisches LKA landet spektakulärsten Ermittlungserfolg seiner Geschichte

Kokain  Bild (Ausschnitt): © Dennis Skley [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Am ersten Herbsttag im letzten Jahr staunten die Angestellten in zehn bayerischen Rewe-Märkten zwischen Kiefersfelden und Passau nicht schlecht. Sie hatten gerade ihre übliche morgendliche Bananenlieferung erhalten, importiert aus Ecuador, zugestellt vom Großlieferanten. Doch beim Auspacken der Obstkisten stießen sie nicht nur auf die je nach Reifegrad grünen bis gelben Früchte – unter den Bananen befanden sich 200 Kilogramm säuberlich verpacktes Kokain.
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Drogenkartell CJNG schraubt Gewaltspirale in Mexiko in die Höhe

 Bei Nacht sollte man in Mexiko nicht alleine rumlaufen. | Bild (Ausschnitt): ©  Kevin Jaako [CC BY-NC 2.0]  - flickr Am 24. Mai 2018 wurde die Journalistin Alicia Díaz González, die für die Zeitungen „El Financiero“ und „El Norte“ schrieb, tot in ihrer Wohnung in Monterrey, Mexiko gefunden. Sie ist nicht die einzige Journalistin und vor allem nicht die einzige unschuldige Zivilistin die in den letzten Monaten in Mexiko umgebracht wurde. Nachdem das Jahr 2017 mit knapp 27.000 verzeichneten Morden das tödlichste der letzten zwei Jahrzehnte in Mexiko gewesen ist, veröffentlichte die mexikanische Regierung nun ihre Vierteljahresstatistik für den Zeitraum Januar bis April 2018. Demnach stieg die Mordrate mit 10.395 Fällen sogar noch um 21 Prozent gegenüber 2017 an. Drogenkartelle, wie das CJNG, werden für diese Entwicklung verantwortlich gemacht.
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Brasilianische Menschenrechtsaktivistin mit Waffe von Heckler&Koch ermordet

 Tausende Brasilianer und Brasilianerinnen trauern um Marielle Franco.  | Bild (Ausschnitt): © Bernardo G. [(CC BY 2.0)]  - flickr Am 14. März wurde die brasilianische Stadträtin Marielle Franco, welche sich besonders für Schwarze, Benachteiligte und Homosexuelle einsetzte, und ihr Fahrer erschossen. Und zwar mit einer deutschen Maschinenpistole. Denn vor einigen Tagen kam heraus, dass die Mordwaffe aus der Schmiede des deutschen Rüstungsherstellers Heckler & Koch stammt. Also des Unternehmens, das gerade wegen illegalen Waffenlieferungen nach Mexiko vor Gericht steht.
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Hafen von Santos: Schlüsselkorridor für Kokain auf dem Weg nach Europa

Luftbild von Santos Luftbild von Santos im Bundesstaat São Paulo. | Bild (Ausschnitt): ©  Agencia CNT de Noticias [CC BY 2.0]  - Flickr Brasilianische Sicherheitskräfte haben im Hafen der in der Nähe von São Paulo gelegenen Stadt Santos mehr als zwei Tonnen Kokain sichergestellt – ein neuer Rekordwert. Die Drogen wurden an einem Containerterminal am Kai in Guaruja, einer Gemeinde, die etwa 10 Kilometer westlich von Santos liegt, gefunden. Sie waren in drei Containern versteckt, die Kaffee, Zucker und Soja transportierten und auf ein Schiff namens Cap San Marco geladen werden sollten, welches unter anderem in den Häfen in Hamburg, Le Havre und Algeciras einläuft. Laut Globo soll nun eine Ermittlung der Behörden die am Schmuggelversuch beteiligten Personen und Drahtzieher identifizieren.
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Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels misslingen in Lateinamerika

 Trotz zahlreicher Eradikationsmaßnahmen hat Kolumbien noch keinen Erfolg gegen die Kokainproduktion erreicht | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Nach dem jährlichen Bericht über den internationalen Drogenhandel des US State Department wird Lateinamerika auch in Zukunft seinen Kampf gegen organisierte Kriminalität und den Drogenhandel nicht gewinnen können. Korruption und der transnationale Schmuggel sind immer noch in vielen mittel- und südamerikanischen Staaten vorzufinden: Mehr als die Hälfte der 20 lateinamerikanischen Ländern gehören entweder zu den weltweit größten Produzenten von Kokain beziehungsweise Marihuana, oder sind als Transitstaat vom Drogenhandel betroffen.
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Kolumbien: Kriminelle Gruppen nutzen Nationalparks für illegale Aktivitäten – mit katastrophalen ökologischen Folgen

Sierra Nevada del Cocuy Nationalpark Der Parque Nacional Sierra Nevada del Cocuy ist einer der insgesamt 59 kolumbianischen Nationalparks. | Bild (Ausschnitt): ©  YoTuT [CC BY 2.0]  - Flickr Kolumbien ist eines der an biologischer Vielfalt reichsten Länder der Welt. Der südamerikanische Staat beheimatet eine enorme Artenvielfalt – 10 Prozent der auf der Erde vorkommenden Spezies finden dort ein Zuhause. Die Nähe zum Äquator, die unterschiedlichen Höhenlagen und die abwechslungsreichen klimatischen Bedingungen haben facettenreiche Ökosysteme zur Folge. Doch die Harmonie der Natur wird durch eine Vielzahl von kriminellen Gruppen gefährdet, die Nationalparksarks als Rückzugsort und für die Durchführung ihrer illegalen Aktivitäten nutzen.
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