Schlagwort-Archive: Gewalt

Taliban, Farc, IS – Drogen finanzieren Terrorismus

Farc im Dschungel von Kolumbien  Bild (Ausschnitt): ©  phoenixdiaz [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Es mag neutral betrachtet faszinierend sein wie Terrorgruppen an so viel Macht gelangen können und sich teilweise sehr gut selbst finanzieren können. Macht entsteht nicht nur durch eine Ideologie sondern auch mit der Intention Angst zu verbreiten und somit Leute an sich zu binden. Da dies nicht immer freiwillig geschieht wird versucht sich mit Gewalt, Gehör zu verschaffen. Dazu werden Waffen gebraucht und diese werden oftmals durch Drogen finanziert. Das möchte ich im folgenden Teil genauer anhand von den Taliban, der Farc und dem IS betrachten.
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Korruption, Gewalt & Kriminalität – Honduras droht ein zweites Kolumbien zu werden

Sichergestellte Ladung Kokain aus Honduras Von der US-Küstenwache konfisziertes Kokain | Bild (Ausschnitt): © von Coast Guard (Drug hand off) [Public domain] [Public Domain]  - Wikimedia Commons Am 22. Mai wurde in Honduras eine Koka-Farm gefunden. Sie umfasste ungefähr 84.000 Quadratmeter. Der Verdacht hatte sich erhärtet, weil man Chemikalien fand, die dazu benutzt werden die Blätter weiter zu verarbeiten. Im Zuge der Ermittlungen wurden immer häufiger entsprechende Felder überall im Land entdeckt. Die Sicherheitsbehörden gehen momentan davon aus, dass es sich hierbei um Experimente von kolumbianischen oder guatemaltekischen Banden handelt. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Farm vor ungefähr drei Jahren von kolumbianischen Ingenieuren aufgebaut worden ist. Sie hatten mit Absicht eine Lage ausgewählt, die abgelegen ist, in bergigen und regnerischen Gebieten Honduras‘, die gute Bedingungen für das Anpflanzen von Koka bedeuten. Es deutet immer mehr darauf hin, dass kriminelle Banden ein Interesse daran haben, das Land von einem Transitland zu einem Produktionsland für Kokain zu machen.
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Drogenhändler profitieren vom Klimawandel

  Bild (Ausschnitt): © go_greener_oz [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trumps, sich von einer globalen Vereinbarung zur Bekämpfung des Klimawandels zurückzuziehen, beeinträchtigt die Bemühungen der Bewältigung der Umweltprobleme in Lateinamerika und in der Karibik, die seit langem mit dem organisierten Verbrechen in Relation stehen. Denn die Schwächung des Kampfes gegen den Klimawandel spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen für die globale Sicherheit. Zwar kann der Klimawandel nicht direkt Gewalt verursachen, aber er interagiert mit ihr und verschärft bestehende Probleme.
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Der ostafrikanische Heroinhandel überschwemmt Europa und Nordamerika

Heroin  Bild (Ausschnitt): © Matthew [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flicker Seit 2010 hat ein Wachstum des Heroinhandels in und um Ostafrika die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft geweckt. Diese warnt, dass die Auswirkungen des Heroinhandels im großen Stil für die Region verheerend sein könnten . Es besteht die große Gefahr, dass die Drogenhändler ihren Einfluss in Ostafrika verstärken und das politische Leben, das Sicherheitsumfeld und das Leben der Bürger bedrohen. Längst wird die jetzige Lage Ostafrikas mit der Situation in Lateinamerika verglichen, wo die Narco-Kriminalität in weiten Teilen Fuß gefasst hat .
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Koka-Anbau in Honduras könnte den Würgegriff der Gangs stärken

  Bild (Ausschnitt): © (c) Rchphoto - Dreamstime Behörden in Honduras haben Kokafarmen entdeckt. Das kommt für die meisten dort überraschend, da das Land normalerweise nicht für den Anbau der Droge bekannt ist. Bekannt dagegen ist, dass auf dem Gebiet des Staates Marihuana angebaut wird. Anbaufelder für Koka stellen ein neues Phänomen dar. Honduras ist im Hinblick auf Kokain vor allem als Transitland bekannt. Die organisierte Kriminalität nutzt ihre starken Strukturen, um Drogen auf den nordamerikanischen Markt zu bringen. Die Felder, die von honduranischen Behörden entdeckt und zerstört wurden, sind vielleicht ein Anzeichen eines Experiments, in dem Land Koka anzubauen. Bei einer der kürzlichen Konfiszierung wurde nicht nur die Pflanze entdeckt, sondern auch Chemikalien und Equipment, das benutzt wird, um die Kokablätter weiter zu verarbeiten. Ebenfalls wurde dort die Paste beschlagnahmt, mit der direkt Kokain hergestellt wird. Bei einer weiteren Beschlagnahmung wurden Kokapflanzen in voller Blüte gefunden, zusammen mit Hinweisen darauf, dass schon mindestens eine Ernte eingefahren worden war und neue Samen bereits eingepflanzt wurden. Man vermutet kolumbianische und guatemaltekische Banden hinter den Feldern, die versuchen auf dem Hoheitsgebiet Honduras‘ die Droge anzubauen. Die Häufung von Kokafeldern könnte andeuten, dass Honduras langsam von einem Transitland zu einem Produktionsland für Koka wird.
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Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Drogenangebot und -nachfrage bedingen sich gegenseitig

Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan | Bild (Ausschnitt): © Sgt Pete Thibodeau - Wikimedia Commons Bei Drogen wie auch legalen Gütern stehen Angebot und Nachfrage in unmittelbaren Zusammenhang. Die Nachfrage stellt dabei die treibende Kraft für den Drogenhandel dar. Dies bestätigte auch der ehemalige kolumbianische Präsident Belisario Betancur (1982-1986): „Solange es eine Nachfrage gibt, wird die Produktion niemals komplett ausgelöscht werden können.“ Rund 17 Millionen Menschen konsumieren jährlich illegale Opiate, dazu gehören Opium, Heroin und Morphium. Allein 2014 gab es 207.000 Drogentote. Längst ist der Drogenhandel einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Jährlich werden mehrere Milliarden US-Dollar umgesetzt. Insgesamt wurden über 7.500 Tonnen Opium benötigt, um die weltweite Heroin- und Opiumnachfrage 2014 zu decken. Allein in Afghanistan wurden 6.400 Tonnen Opium produziert. Somit werden mehr als 85 Prozent des weltweiten Marktes für illegale Opiate vom Land am Hindukusch aus bedient. Dort und im Goldenen Dreieck züchten Kleinbauern mit Schlafmohn den Rohstoff für Opium und Heroin, weil dies im Gegensatz etwa zum Weizenanbau mehr oder überhaupt Einkommen verspricht. Das treibt seit Jahrzenten ganze Familien von Landwirten in die Drogenkriminalität.
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Trotz Verhaftung von zwei Drogenbaronen: Korrupte Politik sichert Geschäft des Sinaloa-Kartells

  Bild (Ausschnitt): ©  Pkripper503 - Dreamstime Der Ursprung des Drogenhandels liegt tief im Landesinneren, im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Unzugängliche Täler und Gebirge ermöglichen seit vielen Jahrzehnten den Anbau und Handel von Rauschmitteln. Es ist auch die Heimat der mächtigsten Verbrecherorganisation der Welt: dem Sinaloa-Kartell. Es ist ein weitläufig organisiertes Unternehmen. Zu seinem Vorstand gehörte auch Chapo Joaquín Guzmán, der im Januar 2017 festgenommen und den USA ausgeliefert worden war. Innerhalb Mexikos arbeitet das Kartell mit 16 Bundesstaaten, außerhalb kooperiert es mit Franchise-Unternehmen in 58 Ländern. Lange bestand das Hauptgeschäft des Kartells aus dem Schmuggel von Marihuana und Kokain. Seit 2008 verlagerte sich der Fokus jedoch auf Heroin, produziert in Mexiko. Außerdem ist das Sinaloa Kartell in Waffen- und Menschenhandel involviert. Auch mit Rohstoffen und Produktpiraterie verdienen sie ein Vermögen. Der „multinationale Konzern“ setzt Schätzungen zufolge hundert Millionen Dollar im Monat um. Riesige Mengen Schwarzgeld werden per LKW nach Mexiko transportiert. Dort wird das Geld zunächst gewaschen und später in Banken auf der ganzen Welt verteilt. Erst danach können es die Bosse wieder gebrauchen. Das Sinaloa Kartell arbeitet mit den Flores-Zwillingen aus Chicago zusammen, deren Gang bereits über mehr als 5000 Mitarbeiter verfügt. Sie kontrollieren Netzwerke und Städte in ganz Amerika und können bis zu zwei Tonnen Drogen im Monat bewegen.
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Kolumbiens neue Strategie zur Drogenbekämpung bedeutet die Abkehr vom „War on Drugs“

Colombia Drugs Das kolumbianische Militär im Kampf gegen Kokain | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Der Friedenvertrag mit der FARC ist nun bereits seit einem knappen halben Jahr beschlossen und die kolumbianische Regierung ist weiterhin darauf bedacht, die zentralen Eckpunkte des Vertrags abzuarbeiten. Ein wichtiger Bestandteil des Vertrags beinhaltet die Bekämpfung des Kokaanbaus. Lange Zeit wurde der Drogenanbau mit Unterstützung der USA auf konsequente und zum Teil brutale Art und Weise geführt. Der „War on Drugs“ stellte lange die primäre Taktik dar, die jedoch auch zahlreiche negative Konsequenzen zur Folge hatte. Nicht nur, dass er wenig erfolgreich war, sondern auch, dass er Unsummen an Geld kostete und zahlreiche Opfer forderte. Kolumbien investierte zwischen 2008 und 2009 elf Prozent seines Bruttoinlandprodukts in den Krieg gegen Drogen. Zudem hingen zwischen 1994 und 2008 25 Prozent der Tötungsdelikte direkt mit dem illegalen Drogenmarkt zusammen.
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Ecuadors Rolle im Drogenhandel wächst – Eine Herausforderung für die Sicherheit?

Containerschiff  Bild (Ausschnitt): © Roel Hemkes [CC BY 2.0]  - Flickr In weniger als einer Woche wurden in Ecuador über drei Tonnen Kokain beschlagnahmt. Eine große Menge, die die wachsende Rolle des Landes im transnationalen Drogenhandel signalisiert. Auch die Möglichkeit, dass zunehmende Drogenströme durch das Land zu größeren Herausforderungen für die Sicherheit führen könnten, rückt weiter in den Fokus der Aufmerksamkeit.Seit langem ist Ecuador ein wichtiger Transitstaat. Während in dem Land selber kein Kokain produziert wird, grenzt es an zwei der weltweit wichtigsten Koka-Produzenten: Kolumbien und Peru. Bereits in den 1970er Jahren hat Pablo Escobar peruanisches Koka über Ecuador nach Kolumbien befördert, wo anschließend die Koka-Pflanze zu Kokain verarbeitet wurde. In Ecuador werden Drogensendungen in beide Richtungen transportiert. Im Mittelpunkt dieser Dynamik steht Guayaquil, einer der wichtigsten Häfen des Kontinents und ein Ausgangspunkt für den Transport illegaler Substanzen, welcher lange unter dem Einfluss transnationaler, krimineller Organisationen stand. Das hohe Volumen legalen Warenverkehrs durch den Hafen erleichtert den Drogenschmuggel erheblich. Denn nach Angaben des US-Außenministeriums werden nur 20 Prozent der Containerexporte kontrolliert. Zudem ist Guayaquil ein Treffpunkt für internationale, kriminelle Gruppen und ein Lagerzentrum für Drogen.
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