Schlagwort-Archive: Grenze

Kolumbien: gefährliches Machtvakuum nach Frieden mit Guerillas

FARC Viele FARC-Kämpfer sind mit dem Friedensvertrag unzufrieden und kehren zurück. | Bild (Ausschnitt): © Institute for National Strategic Studies [Public Domain]  - Wikimedia Commons Nach dem historischen Friedensabkommen mit der FARC hat die kolumbianische Regierung nun auch mit der letzten bewaffneten Guerillaorganisation, der ELN, einen Waffenstillstand geschlossen. Vom 1. Oktober an werden die Rebellen für erst einmal hundert Tage ihre Waffen niederlegen. Der kolumbianische Präsident Santos gibt sich hoffnungsvoll und sieht „einen ersten Schritt in Richtung Frieden“. Danach könnten beide Parteien einen Friedensvertrag aushandeln. Doch der Weg zum tatsächlichen Frieden und zum Ende der gewaltsamen Konflikte in Kolumbien ist noch lang. Die Feuerpause zwischen Regierung und ELN Rebellen wird das Machtvakuum weiter vergrößern, das durch den Rückzug der FARC aus den von ihr besetzten Gebieten hervorgerufen wurde. Nun werden die sogenannten Bacrim (Bandas criminales), kriminelle Banden, umso mehr versuchen, es zu füllen.
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Albanien: Wichtigster Produzent und Lieferant Marihuanas in Europa

  Bild (Ausschnitt): ©  Pedro Fabián Gutiérrez Vidrio  [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Das organisierte Verbrechen in Albanien rückte bereits in den 90er Jahren ins Licht der Öffentlichkeit. Anfangs war es der Handel mit Zigaretten, Heroin und Menschen. Später kamen der Anbau von und Handel mit Cannabis dazu. Das nahe der griechischen Grenze gelegene Dorf Lazarat wurde zu einer vermeintlichen Drogenfreihandelszone – unbehelligt von Polizei und Regierungsbehörden.
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Cannabis-Legalisierung: ein neuer Anlauf?

Hanfpflanzen Auch in Deutschland bald legal? | Bild (Ausschnitt): © deviat_ed [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Wenn am 24. September der neue Bundestag gewählt wird, steht auch wieder die kontrovers diskutierte Legalisierung von Cannabis auf dem Prüfstand.  Diese Forderung kommt alle vier Jahre im Wahlkampf auf den Tisch. Am Wahlsonntag um 18 Uhr ist das Thema dann meistens auch wieder „verpufft“. Während die Grünen dem Thema eine besondere Gewichtung bei etwaigen Koalitionsverhandlungen einräumen, dürfte sich mit einer christdemokratisch geführten Regierung – nach der es momentan aussieht – in diesem Punkt auch zukünftig kaum etwas ändern.
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USA: Wieso Trumps Mauer die Opioid-Krise nicht lösen wird

 US-Präsident Donald Trump. | Bild (Ausschnitt): ©  Elliott Brown [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Bei Drogenmissbrauch denken die Meisten sofort an perspektivlose Menschen aus sozialen Brennpunkten. Auch in Amerika werden Schwarze oft als Drogenabhängige und Latinos als Drogendealer stigmatisiert. US-Präsident Donald Trump benutzt eine solche Rhetorik seit seinem Präsidentschaftswahlkampf. Diese trieb er bis zu seinem größten Wahlversprechen der großen Mauer zwischen Amerika und Mexiko voran. Doch Amerika überrollt im Moment eine Opioid-Krise, die vor allem Menschen aus Vorstädten, die oft zur weißen Mittelkasse von Amerika gehören, betrifft. Heute bilden Weiße aus allen Schichten der Gesellschaft die Gruppe mit den meisten Heroinabhängigen in den USA. Das heißt, dass Drogenprobleme nicht nur unter der Afro-amerikanischen und Latino-Bevölkerung verbreitet sind.
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Iran: Drogenhändler missbrauchen Tauben als Drogenkuriere

 Brieftauben werden immer wieder zum Drogenschmuggel eingesetzt.  | Bild (Ausschnitt): ©  blackpictures [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die iranische Polizei hat letzte Woche rund hundert Tauben beschlagnahmt, die offenbar als Drogenkuriere missbraucht wurden. Die Vögel wurden bei einer Antidrogenoperation in der westiranischen Provinz Kermanschah entdeckt. Anscheinend wurde den Tieren ein kleiner blauer Plastikbeutel an die Klaue gebunden, indem sich die illegalen Drogen befanden. Nicht zum ersten Mal benutzen Drogenhändler die Vögel, die in früheren Zeiten als Postboten oder Kuriere eingesetzt wurden, auch für ihre kriminellen Zwecke. Ähnliche Fälle gab es bereits in Kuwait und Kolumbien. Im Iran allerdings, indem die Zucht der Vögel und Taubenrennen eine lange Tradition haben, ist die Taube als Drogenkurier ein relativ neues Phänomen.
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USA beteiligen sich an neuer Antidrogen-Einheit in Guatemala

Guatemaltekischer Polizist verhaftet Drogenhändler  Bild (Ausschnitt): © U.S. Army South [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Gestern stellte die guatemaltekische Regierung eine neue Einheit zur Grenzsicherung vor. Die sogenannte Border Security Force ist ein mit US-Hilfe initiiertes Projekt, dessen primäre Aufgabe es ist, die südöstliche Grenze zu El Salvador zu sichern. Dabei soll es vorrangig um die Unterbindung des Drogen- und Menschenhandels gehen.
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Amerikanische Nachfrage nach mexikanischen Drogen so hoch wie nie

Heroin  Bild (Ausschnitt): © WBEZ [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Die Grenze zwischen den USA und Mexiko sorgt seit vielen Jahren für Aufsehen. Der neue US-Präsident Donald Trump beharrt auf seinem Vorhaben, die beiden Länder durch eine Mauer zu trennen. Mexiko soll dafür zahlen. Wie, ist ungewiss.
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Bangladesch wird mit Yaba Tabletten überschwemmt – Konsum unter Jugendlichen steigt

Yaba Tabletten Yaba Tabletten erfreuen sich in Bangladesch steigender Beliebtheit. | Bild (Ausschnitt): © พีรพล อนุตรโสตถิ์ [CC BY 3.0]  - Wikimedia Commons Bangladesch ist ein Transitstaat mit großem Drogenproblem. Die Grenzen teilt sich das Land mit Indien und Myanmar. Durch lokale Drogenbanden, die mit indischen und myanmarischen Schmugglern kooperieren, kommen Heroin, Cannabis, Methamphetamin sowie psychotropische Substanzen in das Land. Der Zugang zum internationalen Markt bleibt ihnen jedoch zum Großteil verwehrt, weswegen sie die Drogen in Bangladesch verkaufen. Die Zahl der Süchtigen steigt an. Waren 2013 noch fünf Millionen Menschen betroffen, kletterte bis 2015 der Wert auf sieben Millionen. Die Dunkelziffer könnte noch viel höher liegen. Besonders die synthetische Droge Yaba erfreut sich bei der jüngeren Generation an steigender Beliebtheit.
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Iran vor Lockerung der Drogengesetze – Todesstrafe nicht mehr zwingend

Heroin aus Afghanistan Heroin aus Afghanistan wird durch den Iran in Richtung Europa geschmuggelt. | Bild (Ausschnitt): ©  DFID - UK Departmen International Development [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Iran führt zusammen mit Saudi-Arabien, Pakistan und dem Irak am häufigsten die Todesstrafe durch – China veröffentlicht keine Daten, jedoch geht Amnesty International von mehreren Tausend Fällen allein im vergangenen Jahr aus. 567 Menschen wurden 2016 in der islamischen Republik exekutiert. Diese Zahl könnte in den nächsten Jahren sinken. Der häufigste Grund für die Vollstreckung sind Drogendelikte. Anfang August will das Parlament über eine Milderung der aktuellen strengen Drogengesetze abstimmen. Die Gesetzesvorlage vom 16. Juli strebt eine Lockerung der Todesstrafe an. Jene soll nur noch dann verhängt werden, wenn man mit mehr als 100 Kilogramm traditionellen Drogen wie Opium oder ab zwei Kilogramm synthetische Drogen wie Methamphetamin erwischt wird, oder Minderjährige für Produktion und Handel von auch kleineren Mengen benutzt. Human Rights Watch fordert die Aussetzung der Exekutionen bis über den Entwurf abgestimmt wird. Es sei grausam, Menschen für etwas hinzurichten, für das sie in absehbarer Zeit höchstens 30 Jahre ins Gefängnis müssten, so die Menschenrechtsorganisation.
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Myanmar: Trotz steigender Anzahl von Drogenkonsumenten sinkt Zahl HIV-Infizierter

Crystal Meth In Myanmar steigt die Konsumentenzahl von Crystal Meth. | Bild (Ausschnitt): © Radspunk [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons Seitdem Myanmar 2013 begonnen hat, HIV Präventionsmaßnahmen auch in ländliche Gebiete zu verbreiten, sinkt die Anzahl der Infizierten. 57 Prozent wird behandelt. Damit liegt das Land im regionalen Vergleich vorne. Laut dem kürzlich erschienenen Bericht der UN über die globale Verbreitung von HIV sank die Zahl der AIDS Toten in den letzten sechs Jahren um 52 Prozent. 2016 starben demnach 8000 Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit. Auch die Zahl der Neuinfizierten sank seit 2010 um 26 Prozent. Grund dafür ist die bessere HIV Präventionsarbeit für Drogensüchtige. In Myanmar leben 230.000 Menschen mit HIV. 28,5 Prozent davon spritzen sich Drogen. Zwischen 2014 und 2016 stellte die Regierung mehr als 300 sterile Spritzen pro betroffenem Drogenabhängigen aus.
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