Schlagwort-Archive: Kartell

Korruption, Gewalt & Kriminalität – Honduras droht ein zweites Kolumbien zu werden

Sichergestellte Ladung Kokain aus Honduras Von der US-Küstenwache konfisziertes Kokain | Bild (Ausschnitt): © von Coast Guard (Drug hand off) [Public domain] [Public Domain]  - Wikimedia Commons Am 22. Mai wurde in Honduras eine Koka-Farm gefunden. Sie umfasste ungefähr 84.000 Quadratmeter. Der Verdacht hatte sich erhärtet, weil man Chemikalien fand, die dazu benutzt werden die Blätter weiter zu verarbeiten. Im Zuge der Ermittlungen wurden immer häufiger entsprechende Felder überall im Land entdeckt. Die Sicherheitsbehörden gehen momentan davon aus, dass es sich hierbei um Experimente von kolumbianischen oder guatemaltekischen Banden handelt. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Farm vor ungefähr drei Jahren von kolumbianischen Ingenieuren aufgebaut worden ist. Sie hatten mit Absicht eine Lage ausgewählt, die abgelegen ist, in bergigen und regnerischen Gebieten Honduras‘, die gute Bedingungen für das Anpflanzen von Koka bedeuten. Es deutet immer mehr darauf hin, dass kriminelle Banden ein Interesse daran haben, das Land von einem Transitland zu einem Produktionsland für Kokain zu machen.
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Trotz Verhaftung von zwei Drogenbaronen: Korrupte Politik sichert Geschäft des Sinaloa-Kartells

  Bild (Ausschnitt): ©  Pkripper503 - Dreamstime Der Ursprung des Drogenhandels liegt tief im Landesinneren, im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Unzugängliche Täler und Gebirge ermöglichen seit vielen Jahrzehnten den Anbau und Handel von Rauschmitteln. Es ist auch die Heimat der mächtigsten Verbrecherorganisation der Welt: dem Sinaloa-Kartell. Es ist ein weitläufig organisiertes Unternehmen. Zu seinem Vorstand gehörte auch Chapo Joaquín Guzmán, der im Januar 2017 festgenommen und den USA ausgeliefert worden war. Innerhalb Mexikos arbeitet das Kartell mit 16 Bundesstaaten, außerhalb kooperiert es mit Franchise-Unternehmen in 58 Ländern. Lange bestand das Hauptgeschäft des Kartells aus dem Schmuggel von Marihuana und Kokain. Seit 2008 verlagerte sich der Fokus jedoch auf Heroin, produziert in Mexiko. Außerdem ist das Sinaloa Kartell in Waffen- und Menschenhandel involviert. Auch mit Rohstoffen und Produktpiraterie verdienen sie ein Vermögen. Der „multinationale Konzern“ setzt Schätzungen zufolge hundert Millionen Dollar im Monat um. Riesige Mengen Schwarzgeld werden per LKW nach Mexiko transportiert. Dort wird das Geld zunächst gewaschen und später in Banken auf der ganzen Welt verteilt. Erst danach können es die Bosse wieder gebrauchen. Das Sinaloa Kartell arbeitet mit den Flores-Zwillingen aus Chicago zusammen, deren Gang bereits über mehr als 5000 Mitarbeiter verfügt. Sie kontrollieren Netzwerke und Städte in ganz Amerika und können bis zu zwei Tonnen Drogen im Monat bewegen.
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Drogenwirtschaft korrumpiert El Salvador

  Bild (Ausschnitt): © (c) Tomloel - Dreamstime.com El Salvador spielt eine relativ kleine, aber wachsende Rolle im Drogenhandel. Es dient als Drogendepot und vor allem als Transitstaat. Hauptsächlich wird Kokain aus Kolumbien und anderen südamerikanischen Ländern nach Mexiko und dann weiter in die USA geschmuggelt. Besonders die kaum kontrollierten Grenzübergänge mit den Nachbarländern Honduras und Guatemala erleichtern den Drogenschmuggel. Zusätzlich ermöglichen die zahlreichen Orte, insbesondere an El Salvadors Küste, die Drogen in kleinere Mengen für den weiteren Weg Richtung Norden zu entladen und zu verpacken oder für den Vertrieb und Verkauf im Heimatland zu nutzen.
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Mexiko: Diebstahl fossiler Energieträger als neues Geschäftsmodell der Drogenkartelle?

Ölpipeline  Bild (Ausschnitt): ©  Kristjan [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Besonders betroffen von den Diebstählen ist beispielsweise Mexikos staatlicher Ölkonzern „Pemex“. Dort steigt der Diebstahl von Kraftstoff durch organisierte Banden seit Jahren dramatisch an. Im Jahr 2010 wurden beispielsweise noch 1,6 Angriffe auf das Energiesystem pro Tag registriert, während es 2015 bereits acht tägliche Angriffe waren. Berichten der Pemex zu Folge werden täglich etwa 23.500 Barrel Erdöl aus den Pipelines mit einem Wiederverkaufswert von rund 1,17 Milliarden US-Dollar gestohlen. Damit stellt der Raub von Energierohstoffen eine zunehmend wichtige Einkommensgrundlage krimineller Gruppen dar.
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Mexiko: Korruption und Gewalt soweit das Auge reicht

Veracruz  Bild (Ausschnitt): © Даниил Кристань [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Veracruz, im Osten Mexikos, sei der korrupteste Staat im korruptesten Mitglied der OECD, so die International Crisis Group (ICG) in einem Ende Februar veröffentlichten Bericht. Zwischen Anfang Dezember und Ende Januar wurden über 230 Personen umgebracht und Stand Februar verschwanden in Veracruz 20.000 Personen, deren Verbleib ungewiss bleibt. Veracruz ist somit für 72 Prozent aller Fälle, in der Personen verschwanden, verantwortlich.
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Costa Rica und Nicaragua nehmen Kampf gegen Drogen gemeinsam auf

 El Consumo De Las Drogas Te Tata - Drogen werden dich töten | Bild (Ausschnitt): © Steven Depolo [CC BY 2.0]  - Flickr Am 24. Februar trafen sich hohe Beamte der costa-ricanischen und nicaraguanischen Regierung, um über ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen die Drogen zu entscheiden. Die zwei einzigen Grenzübergänge, die die Länder teilen, wurden zur Hauptroute für den Drogenschmuggel und auch an den Küsten werden die illegalen Substanzen über das Meer in die USA geschmuggelt. Neuste Berichte zeigen auch, dass mexikanische Drogenbanden, wie das Sinaloa-Kartell, Costa Rikaner rekrutieren und ausbilden.
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Folgen des Fentanyl-Skandals – das neue Heroin?

Fentanyl Lolli Fentanyl Lolli | Bild (Ausschnitt): ©  amir [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Im Dezember wurden Top-Führungskräfte des großen amerikanischen Pharmakonzerns Inysys Therapeutics verhaftet, aufgrund der Anklage, illegale Geschäfte mit Fentanyl, einem Opiat geführt zu haben. Das hatte nicht nur einen Anstieg der jährlichen Überdosierungen aufgrund von auf Fentanyl basierenden Präparaten zur Folge, sondern soll die illegale Herstellung, den Handel und zuletzt auch den blutigen Kartellkrieg im Nachbarland Mexiko angefeuert haben.
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Haiti: Kokainschmuggel floriert durch politische Instabilität

Drogenfund Haiti The crew of Her Majesty's Ship Argyll and a Coast Guard Law Enforcement Detachment Team (LEDET) recover bales of cocaine from the water after they were jettisoned by suspected smugglers south of Haiti. The crew interdicted $35 million worth of cocaine while on patrol. | Bild (Ausschnitt): ©  Coast Guard News [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Zwei Neffen des venzolanischen Präsidenten wurden vergangenen Jahres auf dem Inselstaat Haiti festgenommen, da sie im Drogenschmuggel involviert waren. Daneben wurde noch eine Tonne Kokain beschlagnahmt, die an einem Fughafen in Haiti sowie auf einem Katamaran vor der Küste der Dominikanischen Republik versteckt wurde. Die illegalen Drogen sollen einen Wert von 80 Millionen US-Dollar haben.
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Mexiko: Unzählige Drogentunnel in die USA

Tunnel  Bild (Ausschnitt): ©  Steve Rotman [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Es sieht aus wie in einem Film: Ein 524 Meter langer Tunnel, drei Meter breit und 1,2 Meter hoch. Sieben Meter unter der Erdoberfläche, ausgestattet mit Licht, einem Belüftungssystem und sogar Schienen. Den unterirdischen Gang entdeckten mexikanische Behörden in Tijuana, nur 301 Meter von der US-mexikanischen Grenze entfernt.
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Das „Sonnenkartell“: Mitglieder von Venezuelas Militär und Regierung sind verantwortlich für Kokainhandel

Hugo Chávez Hugo Chávez | Bild (Ausschnitt): © Marcello Casal Jr./Abr [CC BY 3.0 BR ]  - Wikimedia Commons Das „Cartel of the Suns“ (Sonnenkartell) in Venezuela, bezeichnet Mitglieder des venezolanischen Militärs oder der Regierung, welche mit Drogen handeln. Dabei ist der Begriff „Kartell“ an sich irreführend, da es keine gewöhnliche hierarchische Struktur hat. Es ist vielmehr ein Zusammenschluss verschiedener Streitkräfte, der Armee, der Marine, der Luftwaffe oder Regierungsmitglieder, welche als Drogenhändler operieren, wobei allerdings unklar ist, wie genau die unterschiedlichen Komponenten agieren. Der Name „Cartel of the Sun“ kam erstmals auf, als 1993 zwei eigentliche Anti-Drogen-Generale mit Erfolg auf Drogenhandel untersucht wurden. Der Name des „Sonnenkartells“ kam auf, da die Schulterabzeichen der Generale Sonnen waren.
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