Schlagwort-Archive: Koka

Kolumbien: Historische Vereinbarung zur Kokain-Politik stößt auf enorme Hindernisse

Antidrogen-Einheit Das Projekt zwischen Kolumbien und des UNODC könnte gezielt die Koka-Plantagen aus dem Weg räumen. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos  [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Kolumbien und der UNODC haben nach fast einem Jahr des Friedensvertrags 2016 am 03. November 2017 in Wien, Österreich, ein Zusammenarbeitsprojekt zur Reduzierung der Kokainproduktion beschlossen. Der Fokus soll dabei speziell auf den Andenstaaten liegen. Dieser Plan wird von der kolumbianischen Regierung abhängen. Den finanziellen Beitrag muss die Regierung in einem Zeitrahmen von vier Jahren zur Verfügung stellen, das die gesamte finanzielle Last dieser Initiative zur Drogenbekämpfung darstellt. Es wird geschätzt, dass es sich zukünftig um bis zu 315 Millionen US-Dollar handeln wird, die ausgezahlt werden müssten.
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Bolivien: Regierung geht gegen Koka-Aussaat in nicht autorisierten Gebieten vor

Koka-Pflanzen Koka darf dem Gesetz zufolge in Yungas und im tropischen Tiefland von Cochabamba als Nahrungsmittel, Medizin und zu spirituellen Zwecken angebaut werden. | Bild (Ausschnitt): ©  Pablo Andrés Rivero [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Nachdem im März 2017 das neue Koka-Gesetz in Kraft getreten ist, hat Bolivien nun damit begonnen, überschüssige Koka-Aussaat zu vernichten. Der Vize-Minister für soziale Verteidigung und kontrollierte Substanzen, Felipe Cáceres, informierte nun darüber, dass die gemeinsame Spezialeinheit aus Militär und Polizei (FTC) fünfzig Hektar illegaler Koka-Anpflanzungen außerhalb des traditionellen Gürtels in Yungas zerstört habe. In nicht autorisierten Gebieten sei kein Koka-Anbau geduldet, so die Regierung.
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Kolumbien: Polizisten erschießen friedliche Demonstranten

Kolumbianische Polizei Polizisten einer kolumbianischen Spezialeinheit | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Vergangenen Donnerstag, am 5. Oktober, ist es in Llorente, Teil der Großgemeinde Tumaco im kolumbianischen Departamento Nariño, zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung gekommen. Einsatzkräfte der staatlichen Anti-Drogen Einheit eröffneten das Feuer auf friedliche Demonstranten und schossen wahllos in die Menge. Offizielle Angaben gehen von mindestens 6 Toten und 19 Verletzten aus. Andere Quellen berichten, dass bis zu 15 Menschen getötet und 50 verletzt wurden, davon 18 schwer. Unter den Demonstranten befanden sich zum größten Teil Kleinbauern. Sie protestierten gegen die zwangsweise von der Regierung verordnete Vernichtung von Kokasträuchern und für die Umsetzung der im Friedensabkommen mit der FARC vereinbarten Alternativen für den Anbau von illegalen Kulturen.
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World Drug Report 2017: Globale Drogenwirtschaft wächst

UNODC Logo  Bild (Ausschnitt): © UNODC [Public Domain]  - Wikimedia Commons Die Vereinten Nationen veröffentlichten kürzlich ihren jährlichen Welt-Drogen-Bericht für das Jahr 2017. Dieser konstatiert weltweit einen konstant angestiegenen Drogenhandel im Jahr 2015. Besonders Heroin und Kokain florieren.
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Kolumbien: gefährliches Machtvakuum nach Frieden mit Guerillas

FARC Viele FARC-Kämpfer sind mit dem Friedensvertrag unzufrieden und kehren zurück. | Bild (Ausschnitt): © Institute for National Strategic Studies [Public Domain]  - Wikimedia Commons Nach dem historischen Friedensabkommen mit der FARC hat die kolumbianische Regierung nun auch mit der letzten bewaffneten Guerillaorganisation, der ELN, einen Waffenstillstand geschlossen. Vom 1. Oktober an werden die Rebellen für erst einmal hundert Tage ihre Waffen niederlegen. Der kolumbianische Präsident Santos gibt sich hoffnungsvoll und sieht „einen ersten Schritt in Richtung Frieden“. Danach könnten beide Parteien einen Friedensvertrag aushandeln. Doch der Weg zum tatsächlichen Frieden und zum Ende der gewaltsamen Konflikte in Kolumbien ist noch lang. Die Feuerpause zwischen Regierung und ELN Rebellen wird das Machtvakuum weiter vergrößern, das durch den Rückzug der FARC aus den von ihr besetzten Gebieten hervorgerufen wurde. Nun werden die sogenannten Bacrim (Bandas criminales), kriminelle Banden, umso mehr versuchen, es zu füllen.
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Korrupte venezolanische Behörden erleichtern Kokainhandel in die USA

Geldscheine in Umschlag  Bild (Ausschnitt): © Meryll - Dreamstime.com Korruption in Venezuela ist einer der Hauptgründe für den Anstieg der Kokain-Produktion im benachbarten Kolumbien. Venezuela gilt als wichtiger Transitstaat für Kokain auf seinem Weg auf den nordamerikanischen Markt, insbesondere den US-amerikanischen. Hergestellt wird das weiße Pulver vor allem im angrenzenden Kolumbien, das ideale Bedingungen für den Anbau der Koka-Pflanze bietet. In geheimen Laboren, die kriminelle Banden in entlegenen Regionen im kolumbianischen Urwald errichten, wird die Pflanze mit Chemikalien versetzt und zu Kokain verarbeitet.
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Abkommen zwischen Bolivien und Brasilien soll Gangs an der Expansion hindern

Michel Temer und Evo Morales Die Präsidenten von Brasilien und Bolivien, Michel Temer und Evo Morales. Ein Bilaterales Abkommen zwischen den beiden Ländern soll kriminelle Gruppen an der Expansion hindern. | Bild (Ausschnitt): ©  Michel Temer [CC BY 2.0]  - Flickr Bolivien und Brasilien haben sich auf ein bilaterales Abkommen geeinigt, das Ende des Monats in Kraft treten soll. Die Expansion und das Wachstum brasilianischer krimineller Banden in Bolivien soll gestoppt werden. Bolivien hat auf dieses Abkommen bereits seit drei Jahren gedrängt. Brasilien wollte jedoch zunächst die Gewissheit das Gruppen aus ihrem Land tatsächlich dort präsent sind.
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Kolumbiens humane Drogenpolitik bereits nach wenigen Monaten gefährdet

Kolumbien Drogen Kolumbianische Einsatzkräfte zerstören ein Kokainlabor. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Erst am 11. Mai wurde Kolumbiens neue Strategie zur Drogenbekämpfung durch Juan Manuel Santos eingeweiht. Im Zuge der Demilitarisierung der FARC wurde ein Plan entwickelt, der die Drogenproduktion in vormals kontrolliertem FARC-Gebiet beenden sollte. Das ambitionierte Konzept sieht, anders als es in der Vergangenheit der Fall war, eine enge Kooperation mit den lokalen Kokabauern vor. Jedem Kokabauer sollen legale Ausweichpflanzen, 7.800 US-Dollar und Grundstücke zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich dazu sollen Investitionen in die Infrastruktur und in öffentliche Dienstleistungen getätigt werden, um den Umstieg in die Legalität zu erleichtern. Der Plan hatte umgehenden Erfolg. Schon vor offiziellem Starttermin hatten sich 80.000 Familien für das Verfahren angemeldet und erwarten nun staatliche Hilfe und wirtschaftliche Perspektiven, damit sie dem Kokaanbau entsagen können.
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Frauen geraten in Honduras zunehmend in Strudel aus Gewalt und Drogen

coca plantation Koka-Plantage in den Bergen. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © CIAT [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Honduras ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Die Mordrate ist enorm hoch und blutige Bandenkämpfe toben seit Jahren im Land. Gründe für die tödlichen Auseinandersetzungen lassen sich viele finden. Die Gewichtigsten stellen aber wohl die zunehmende Beteiligung an der Drogenproduktion und die damit zusammenhängende Korruption dar. Lange Zeit galt Honduras als ein typisches Transitland, in den letzten Jahren aber wurden immer mehr Koka-Plantagen gefunden. Honduras Landschaft zeichnet sich durch viele abgelegene, bergige und regnerische Regionen aus. Diese eignen sich hervorragend für den Kokaanbau, da sie optimale Bedingungen bieten und zudem gut versteckt sind. Das hat die großen honduranischen Gangs wie Barrio 18 und Mara Salvatrucha (MS13) sowie kolumbianische Kartelle auf den Plan gebracht, in Honduras als Kokaproduzenten einzusteigen. Der Weg in die USA ist vergleichsweise kurz und die staatlichen Strukturen begünstigen dieses Vorhaben. In Honduras ist Korruption weit verbreitet. Die Eliten sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor sind weitestgehend korrumpiert und unterstützen die großen Drogenbanden. Sie verfolgen die Gangs strafrechtlich kaum, sondern sichern stattdessen mit Hilfe der kriminellen Gangs ihre Macht ab oder profitieren gar finanziell davon. Indem sie Passivität walten lassen, erhalten sie oftmals Anerkennung in monetärer Form.
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Ehemaliger Drogenboss bedroht Korruptionsnetzwerk in Honduras

Korruption in Honduras Korruption in Honduras behindert den Kampf gegen den Drogenhandel | Bild (Ausschnitt): ©  Alex Steffler [CC BY-NC 2.0]  - Flickr In Honduras ist Bestechung weit verbreitet. Von korrupten Individuen und Einzeltätern zu sprechen wäre jedoch eine Untertreibung. Eher zutreffend ist, dass Korruption das gängige System und der Modus Operandi im Land ist. Kriminelle Organisationen haben daran einen großen Anteil, da sie Regierungsinstitutionen auf verschiedenen Ebenen korrumpiert haben. Sowohl die Eliten im öffentlichen Bereich als auch die Oberschicht des privaten Sektors haben in den letzten Jahren zunehmend Verbindungen zu den kriminellen Netzwerken, die für Drogen- und Menschenhandel verantwortlich sind, aufgenommen. Unter der Regierungszeit des Präsidenten Juan Orlando Hernández, der 2014 sein Amt antrat, hat sich diese Dynamik weiter verschärft und zugespitzt. Bereits jetzt üben korrupte Beamte und Unternehmer eine überproportional starke Kontrolle in der Wirtschaft und Politik aus. Hernández hat es sich aber nun zur Aufgabe gemacht, die Regierungsgewalt in der Exekutive zu konsolidieren. Damit ist es ihm möglich, das engmaschige Netzwerk von Eliten mit Verbindungen zum öffentlichen, privaten und kriminellen Sektor weiter zu stärken. Auch schon vor seiner Regentschaft als Staatsoberhaupt, während seiner Zeit als Präsident des Kongresses, war er verantwortlich für ein „Gesetzgebungsklima“, das den Mitgliedern des Netzwerkes zu Gute kam.
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