Schlagwort-Archive: Kolumbien

Brasilien: Kampf gegen Drogenhandel fordert immer mehr Blutzoll

Kokain wird auf der ganzen Welt gehandelt. Brasilien ist ein wichtiger Transitstaat für Kokain und hat einen der größten Konsummärkte weltweit. | Bild (Ausschnitt): ©  The National Crime Agency [CC BY 2.0]  - flickr Einer der wichtigsten Drogenbosse Lateinamerikas wurde Anfang des Monats, nach 30 Jahren, endlich verhaftet. Luiz Carlos da Rocha, auch "White Head" genannt spielte eine bedeutende Rolle im nationalen aber auch internationalen Kokainhandel. Um unerkannt zu bleiben, unterzog er sich mehreren Gesichtsoperationen.
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Ehemaliger Drogenboss bedroht Korruptionsnetzwerk in Honduras

Korruption in Honduras Korruption in Honduras behindert den Kampf gegen den Drogenhandel | Bild (Ausschnitt): ©  Alex Steffler [CC BY-NC 2.0]  - Flickr In Honduras ist Bestechung weit verbreitet. Von korrupten Individuen und Einzeltätern zu sprechen wäre jedoch eine Untertreibung. Eher zutreffend ist, dass Korruption das gängige System und der Modus Operandi im Land ist. Kriminelle Organisationen haben daran einen großen Anteil, da sie Regierungsinstitutionen auf verschiedenen Ebenen korrumpiert haben. Sowohl die Eliten im öffentlichen Bereich als auch die Oberschicht des privaten Sektors haben in den letzten Jahren zunehmend Verbindungen zu den kriminellen Netzwerken, die für Drogen- und Menschenhandel verantwortlich sind, aufgenommen. Unter der Regierungszeit des Präsidenten Juan Orlando Hernández, der 2014 sein Amt antrat, hat sich diese Dynamik weiter verschärft und zugespitzt. Bereits jetzt üben korrupte Beamte und Unternehmer eine überproportional starke Kontrolle in der Wirtschaft und Politik aus. Hernández hat es sich aber nun zur Aufgabe gemacht, die Regierungsgewalt in der Exekutive zu konsolidieren. Damit ist es ihm möglich, das engmaschige Netzwerk von Eliten mit Verbindungen zum öffentlichen, privaten und kriminellen Sektor weiter zu stärken. Auch schon vor seiner Regentschaft als Staatsoberhaupt, während seiner Zeit als Präsident des Kongresses, war er verantwortlich für ein „Gesetzgebungsklima“, das den Mitgliedern des Netzwerkes zu Gute kam.
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Mexiko nutzt seine Überwachungssoftware, um Aktivisten und Regierungskritiker auszuspionieren

Überwachung von Handys Die mexikanische Regierung überwacht Handys von Kritikern und Aktivisten. | Bild (Ausschnitt): © Blogtrepreneur [CC BY 2.0]  - Flickr Mexiko legt den Fokus im Kampf gegen Verbrechen und Drogen zunehmend auf neue, moderne Techniken. Über die letzten Jahre hinweg haben Bundesagenturen 80 Millionen US-Dollar für Spionageprogramme ausgegeben. Die Spyware wurde dabei von der israelischen Firma NSO Group hergestellt. Das Programm namens Pegasus wird ausschließlich an Regierungen, unter der Prämisse ausschließlich kriminelle Gruppen und Terroristen zu überwachen, verkauft. Mit Pegasus ist es den mexikanischen Behörden möglich, Smartphones umfangreich zu überwachen. Anrufe können nachverfolgt, Texte und E-Mails mitgelesen werden und es ist sogar möglich die Kamera- und Mikrofunktion für Überwachungszwecke zu nutzen. Der Einsatz von High-Tech Überwachung ist zuweilen auch von Erfolg gekrönt. Die Gefangennahme des ehemaligen Sinaloa Kartellführers Joaquín „El Chapo“ Guzmán ist beispielsweise auf diese Technologie zurückzuführen.
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Die Entwaffnung der Farc bedeutet kein Ende der Drogengewalt in Kolumbien

No Farc  Bild (Ausschnitt): ©  xmascarol [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Die Farc soll nun komplett entwaffnet sein und so ist der wichtigste Teil des Friedensabkommens erfüllt. Die Guerilla-Organisation hatte fast sechzig Jahre lang Terror in der kolumbianischen Bevölkerung verbreitet. Neben der Entwaffnung war ein Teil der Vereinbarung der Rückzug aus dem Drogenhandel, um ein sicheres Land zu schaffen. In der Theorie war das Abkommen eine Lösung für viele Probleme, die Unruhen im Land hervor gerufen haben, praktisch bestehen diese aber immer noch.
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UN Drogenbericht: Illegale Drogenwirtschaft floriert

Marihuana Pflanze in Yunnan, China In der chinesischen Provinz Yunnan bedroht der Drogenhandel die Bevölkerung. | Bild (Ausschnitt): ©  Alexandra Moss [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Yunnan ist eine Provinz im Südwesten der Volksrepublik China. Was sie hervorhebt, ist ihre Lage an der Grenze zum Goldenen Dreieck. Das bedeutet, die Region ist geprägt vom Drogenhandel. Drogen sind einfach und billig zu haben, denn es ist leicht sie ins Land zu schmuggeln. Die Folgen bekommen die Menschen in den Dörfern entlang der Grenze zu Myanmar zu spüren. Rund 25 Prozent aller 2016 neu gemeldeten HIV-und AIDS-Fälle in China kommen aus der Region. Dabei lebt nur etwa vier Prozent der chinesischen Bevölkerung in Yunnan! Es wird geschätzt, dass die Anzahl der HIV-Infizierten in der Provinz bei 80.000 liegt. Durch den Konsum von Heroin mit nicht sterilen Spritzen ziehen sich viele die Immunkrankheit zu und geben sie nicht wissend, dass sie krank sind, an ihre Sexualpartner weiter. Laut dem kürzlich erschienenen Weltdrogenbericht 2016 durch die UNODC spritzen sich weltweit zwölf Millionen Menschen Drogen, davon haben 1,6 Millionen HIV. Jene machen fünf bis zehn Prozent aller HIV-Positiven aus. China stellt zusammen mit Russland und den USA fast 50 Prozent der Menschen, die sich Drogen spritzen.
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Schwacher Staat stärkt Drogenbanden in Venezuela – Muss die internationale Gemeinschaft übernehmen?

Venezuela: Wut gegen Regierung  Bild (Ausschnitt): ©  Diariocritico de Venezuela [CC BY 2.0]  - flickr Venezuela befindet sich schon seit Monaten in einer massiven Staatskrise. Das Volk leidet unter dem Mangel, den der Staat mittlerweile verwaltet. Das einst reiche Land krankt an einer Hyperinflation. Dies macht es für Venezolaner schwer, den täglichen Bedarf an Essen zu erhalten. Eine nationale Studie ergab, dass 75 Prozent der Bevölkerung wegen Nahrungsmittelknappheit 19 Pfund an Gewicht verloren haben. Noch deutlicher wird ein Blick auf das Gesundheitssystem. Die zuständige Ministerin hat Daten veröffentlicht, die die Misere belegen. Demnach sollen 98 Prozent der benötigten Medikamente nicht vorrätig sein, 85 von 100 sind überhaupt nicht mehr zu erhalten. Die Konsequenzen äußern sich dramatisch: 11.500 Säuglinge sterben vor ihrem ersten Geburtstag und die Mortalität von Müttern ist um 65 Prozent gestiegen.
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Trump torpediert die neue, humanere Drogenpolitik Kolumbiens

Aerial spraying Ein Flugzeug der Air Force versprüht Pestizide (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © US Air Force [gemeinfrei]  - Wikimedia Commons Bei einem Treffen im Weißen Haus forderte Donald Trump Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos vergangene Woche auf, seine Drogenpolitik zu ändern. Vor allem das Versprühen von Pestiziden solle widereingeführt werden, da die sprunghaft angewachsene Kokain Produktion in Südamerika schleunigst eingedämmt werden müsse. Dabei wurde erst 2015 das Versprühen von Pestiziden durch Flugzeuge verboten, da vermutet wird, dass die giftigen Chemikalien krebserregend bei Menschen wirken. Zudem zerstört es nicht nur die illegalen Felder, sondern auch umliegende, legale Landwirtschaft, und das über Jahre hinweg. Nachdem eine Umgebung mit Pestiziden besprüht wurde, bleibt der Boden für lange Zeit unfruchtbar.
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Europas Nachfrage bedeutet Profit für Drogenwirtschaft

Kokain wird auf der ganzen Welt gehandelt. Brasilien ist ein wichtiger Transitstaat für Kokain und hat einen der größten Konsummärkte weltweit. | Bild (Ausschnitt): ©  The National Crime Agency [CC BY 2.0]  - flickr In den letzten Monaten wurden große Mengen Kokain, die für den europäischen Markt bestimmt waren, auf ihrem Weg von Lateinamerika auf den alten Kontinent sichergestellt. Bei drei verschiedenen Operationen wurden zusammengenommen etwa neun Tonnen Kokain beschlagnahmt. Die spanischen Behörden sagen, die Konfiszierungen von illegalen Substanzen auf See hätten in den zurückliegenden zwei Jahren erheblich zugenommen. Die üblichen Ausgangspunkte seien Brasilien, Venezuela, Kolumbien und die Karibik. Diese Multi-Millionen-Tonnen Operationen dienen als eine gute Erinnerung daran, dass der Seeweg vielleicht die wichtigste Schmuggelart ist, die von organisierter Kriminalität genutzt wird. Die Autorin des Buches „Mares de Cocaina“, Ana Lilia Perez, behauptet, dass zwischen 70 und 80 Prozent des Kokains weltweit an irgendeinem Punkt wahrscheinlich auf dem Seeweg transportiert wurden. Das macht die Schifffahrt zum wichtigsten Transportmittel für Drogenschmuggler.
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Taliban, Farc, IS – Drogen finanzieren Terrorismus

Farc im Dschungel von Kolumbien  Bild (Ausschnitt): ©  phoenixdiaz [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Es mag neutral betrachtet faszinierend sein wie Terrorgruppen an so viel Macht gelangen können und sich teilweise sehr gut selbst finanzieren können. Macht entsteht nicht nur durch eine Ideologie sondern auch mit der Intention Angst zu verbreiten und somit Leute an sich zu binden. Da dies nicht immer freiwillig geschieht wird versucht sich mit Gewalt, Gehör zu verschaffen. Dazu werden Waffen gebraucht und diese werden oftmals durch Drogen finanziert. Das möchte ich im folgenden Teil genauer anhand von den Taliban, der Farc und dem IS betrachten.
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Korruption, Gewalt & Kriminalität – Honduras droht ein zweites Kolumbien zu werden

Sichergestellte Ladung Kokain aus Honduras Von der US-Küstenwache konfisziertes Kokain | Bild (Ausschnitt): © von Coast Guard (Drug hand off) [Public domain] [Public Domain]  - Wikimedia Commons Am 22. Mai wurde in Honduras eine Koka-Farm gefunden. Sie umfasste ungefähr 84.000 Quadratmeter. Der Verdacht hatte sich erhärtet, weil man Chemikalien fand, die dazu benutzt werden die Blätter weiter zu verarbeiten. Im Zuge der Ermittlungen wurden immer häufiger entsprechende Felder überall im Land entdeckt. Die Sicherheitsbehörden gehen momentan davon aus, dass es sich hierbei um Experimente von kolumbianischen oder guatemaltekischen Banden handelt. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Farm vor ungefähr drei Jahren von kolumbianischen Ingenieuren aufgebaut worden ist. Sie hatten mit Absicht eine Lage ausgewählt, die abgelegen ist, in bergigen und regnerischen Gebieten Honduras‘, die gute Bedingungen für das Anpflanzen von Koka bedeuten. Es deutet immer mehr darauf hin, dass kriminelle Banden ein Interesse daran haben, das Land von einem Transitland zu einem Produktionsland für Kokain zu machen.
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