Schlagwort-Archive: Militär

Kolumbien: Jetziger Ausbruch der Gewalt könnte den FARC-Friedensprozess gefährden

Friedensvertrag Die Auseinandersetzungen der kolumbianischen Regierung mit der ELN gefährden den FARC-Friedensvertrag. | Bild (Ausschnitt): © xmascarol [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Das Ende des dreimonatigen Waffenstillstandes der Regierungstruppen mit der größten aktiven Guerilla-Gruppe des Landes, der Nationalen Befreiungsarmee (EJército de Liberación Nacional - ELN), hatte ab dem 09. Januar 2018 vermehrt zu bewaffneten Gewaltausbrüchen geführt. Die kolumbianische Zeitung EL Tiempo berichtete, dass die ELN sich an mindestens sechs Angriffen beteiligt haben soll, darunter die Tötung eines Soldaten und die Bombardierung einer Pipeline. Diese Entwicklung in Kolumbien weckt Zweifel an der Zukunft der laufenden Friedensverhandlungen. Die Rebellen hatten entsprechend die Kampfpause ausgenutzt, um sie zu missbrauchen bzw. sich zu stärken. Eine sehr schwierige Lage für das Land.
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ISIS baut radikalen Drogenmarkt in Westafrika auf – Sind die Drogen jetzt Afrikas neuer Feind?

Tramadol-Missbrauch Tramadol wird auf dem westafrikanischem Kontinent langsam zu einem sehr starken Abhängigkeitsproblem.  | Bild (Ausschnitt): © frankieleon [CC BY 2.0]  - Flickr Auf dem westafrikanischen Kontinent gibt es ein stark wachsendes Problem, dass kürzlich internationale Aufmerksamkeit weckte. Das UNODC in dieser Woche eine ernstzunehmende Warnung an die internationale Gemeinschaft entsandt. Diese Warnung richtet sich an das Drogenproblem mit dem synthetischen Opioid „Tramadol“, der sich vor allem in der Sahelzone Westafrikas seit 2013 sehr schnell ausgebreitet hat. Laut dem letzten Weltdrogenreport des UNODCs stiegen die Beschlagnahmungen dieser Droge in der Region von 300 Kilogramm auf mehr als drei Tonnen pro Jahr. Diese Erhöhung ist deshalb so gravierend, weil das Problem mit den Drogen dem afrikanischen Kontinent schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge ist: Der Drogenkonsum ist dort doppelt so hoch wie weltweit. Über 15 Prozent der afrikanischen Bevölkerung haben in der gegenwärtigen Zeit ein Drogenproblem.
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Neues Gesetz zur inneren Sicherheit in Mexiko: Menschenrechtsaktivisten warnen vor militärischer Willkür

mexikanische Armee Seit 2006 wird in vielen Teilen Mexikos das Militär zur Bekämpfung der Drogenkartelle eingesetzt | Bild (Ausschnitt): © (c) Jmrobledo - Dreamstime Vor fast  zwölf Jahren rief der damalige Präsident Felipe Calderón in Mexiko zum sogenannten „War on drugs“ auf. Seitdem werden Drogenkartelle vom mexikanischen Staat massiv bekämpft. Nicht selten wird die Polizei dabei vom Militär unterstützt. Mitte Dezember wurde ein neues Gesetz zur inneren Sicherheit verabschiedet, welches den Einsatz von Militär im Landesinneren gesetzlich legitimiert. Zahlreiche nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren diesen Schritt. Sie befürchten willkürliche Einsätze von Soldaten, nicht nur im Kampf gegen das organisierte Verbrechen.
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USA macht Druck: Widersprüchliche Aussagen in Kolumbien in Bezug auf Koka- Eradikationsziel 2018

Kolumbien Die USA machen Kolumbien Druck, die gewaltsame Eradikation fortzusetzen. Das Nachhaltigkeitsprogramm bleibt dabei auf der Strecke. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr In Kolumbien zog man diesen Dezember ein Fazit zu der bisherigen Umsetzung der Koka-Eradikation 2017 und gab Eradikationspläne für das Jahr 2018 bekannt. Der kolumbianische Verteidigungsminister, Luis Carlos Villegas, sagte in einer Pressemitteilung, dass die Behörden ihr Ziel der gewaltsamen Ausrottung von 50.000 Hektar Koka-Ernte dieses Jahr erreicht bzw. sogar überschritten hätten. Er gab zudem bekannt, dass 2018 63.000 Hektar der Koka-Ernte beseitigt werden, 23.000 Hektar davon durch freiwillige Ersetzung mit Nutzpflanzen und 40.000 Hektar durch Vernichtung. Jedoch hatte die kolumbianische Regierung hier scheinbar widersprüchliche Aussagen bezüglich der Menge an Koka getätigt, die im nächsten Jahr mithilfe des Militärs ausgerottet werden soll.
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In Mexiko müssen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagte Soldaten nicht mit einer Verurteilung rechnen

Soldaten Mexiko Bei 505 Prozessen gegen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagter Soldaten gab es in Mexiko zwischen 2012 und 2016 nur 16 Verurteilungen. | Bild (Ausschnitt): ©  Kinolamp [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Trotz Reformen im Justizsektor gelingt es dem mexikanischen Staat auch weiterhin nicht, adäquat gegen Soldaten und andere Militärangehörige vorzugehen, denen Menschenrechtsverletzungen und andere Verbrechen vorgeworfen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine bereits Anfang November veröffentlichte Studie des Washington Office on Latin America (WOLA). Einmal mehr wird dadurch auf die negativen Folgen verwiesen, die die Militarisierung des Kampfes gegen Drogen und die organisierte Kriminalität mit sich bringt.
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Wie in Tancítaro eine Bürgerwehr aus Avocadobauern ein Drogenkartell vertrieb

Avocados Mexiko ist der größte Avocadoproduzent der Welt und nimmt mit dem grünen Gold jährlich weit über eine Milliarde Dollar ein. Das rief auch die Drogenkartelle auf den Plan. | Bild (Ausschnitt): ©  Adam Cohn [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Avocados sind mittlerweile aus unseren Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Die Nachfrage nach der grünen Frucht steigt seit Jahren weltweit, vor allem in den USA, Europa und Asien, was zu steigenden Preisen führt. Mexiko ist der größte Avocadoproduzent der Welt. 2016 betrug die Jahresproduktion 1,6 Millionen Tonnen, die Anbauflächen wurden seit einigen Jahren stark erweitert. Seit 2005 sind die mexikanischen Avocadoexporte um 400 Prozent gestiegen, allein die USA nehmen 80 Prozent der Früchte ihres Nachbarstaats ab. 1,5 Milliarden Dollar konnte Mexiko letztes Jahr mit Avocados einnehmen. Das klingt nach einem enormen Segen für das Land. Doch die dadurch ausgelösten blutigen Konflikte sowie die Umweltbelastung stellen Mexiko vor enorme Probleme.
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Kolumbien ein Jahr nach dem Friedensvertrag: viele Probleme noch ungelöst – die Kokainproduktion steigt deutlich an

FARC Friedensvertrag Der kolumbianische Präsident Santos und der Ex-Chefkommandant der FARC Londoño bei der Unterzeichnung des historischen Friedensvertrags. | Bild (Ausschnitt): ©  Presidencia El Salvador [CC0 1.0]  - Flickr Ein Jahr ist es mittlerweile her, dass der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos und Rodrigo Londoño Echeverry, ehemaliger Chefkommandant der FARC-Guerilla, ihre Unterschrift unter die finale Version des Friedensabkommens setzten und somit einen 50 Jahre währenden blutigen Konflikt beendeten, der 250.000 Menschen das Leben kostete und mehr als sieben Millionen Binnenflüchtlinge hervorbrachte. Vor einigen Monaten haben auch die letzten Guerilleros ihre Waffen abgegeben. Zeit also, Bilanz zu ziehen. Wurden die im Vertrag beschlossenen Bestimmungen umgesetzt? Welche Auswirkungen haben sie auf das Land, die Ex-Rebellen und die Bevölkerung?
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Kolumbien: Rekordfund von 12 Tonnen Kokain

Kokain Kolumbien Jährlich werden in Kolumbien mindestens 900 Tonnen Kokain produziert. | Bild (Ausschnitt): © (c) Pkripper503 - Dreamstime Vergangene Woche wurde in Kolumbien die Rekordmenge von 12 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Es handelt sich um den größten Kokainfund der Behörden in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Dabei ist diese Beschlagnahmung nur ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Drogenkartelle Kolumbiens.
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Die Ursprünge des mexikanischen Drogenkriegs reichen weiter zurück als gedacht

Mexikanischer Drogenkrieg Schon bevor Ex-Präsident Calderón den Kartellen 2006 den Krieg erklärte, nahm die Gewalt in Mexiko zu. | Bild (Ausschnitt): © Claudio Toldeo [CC BY 2.0]  - Flickr Mehr als 10 Jahre ist es her, dass der damalige mexikanische Präsident Felipe Calderón im Kampf gegen den Drogenhandel den mächtigen Kartellen den Krieg erklärte. Seitdem versinkt das Land in einer nicht enden wollenden Welle von Gewalt. Täglich sterben Menschen bei Gefechten zwischen Militär und Kartellmitgliedern, sowie bei Kämpfen zwischen den Kartellen untereinander. Als Ursache für den Konflikt wähnte man bisher vor allem ebenjene Kriegserklärung Calderóns, aber wie zwei mexikanische Forscher nun herausgefunden haben, wurden die Grundlagen dafür schon viel früher gelegt.
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Bolivien: Regierung geht gegen Koka-Aussaat in nicht autorisierten Gebieten vor

Koka-Pflanzen Seit 2015 steigt die Kokaanbaufläche im Andenstaat wieder an. | Bild (Ausschnitt): ©  Pablo Andrés Rivero [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Nachdem im März 2017 das neue Koka-Gesetz in Kraft getreten ist, hat Bolivien nun damit begonnen, überschüssige Koka-Aussaat zu vernichten. Der Vize-Minister für soziale Verteidigung und kontrollierte Substanzen, Felipe Cáceres, informierte nun darüber, dass die gemeinsame Spezialeinheit aus Militär und Polizei (FTC) fünfzig Hektar illegaler Koka-Anpflanzungen außerhalb des traditionellen Gürtels in Yungas zerstört habe. In nicht autorisierten Gebieten sei kein Koka-Anbau geduldet, so die Regierung.
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