Schlagwort-Archive: War on Drugs

Ist Kambodschas Kampf gegen die Drogen eher schädlich als hilfreich?

Injektionsspritzen zum Spritzen von Drogen Zur HIV-Prävention in Kambodscha stellen NGOs Drogenabhängigen saubere Spritzen zur Verfügung. | Bild (Ausschnitt): © Nathan Forget [CC BY 2.0]  - Flickr Seit dem ersten Januar hat die Polizei Kambodschas mehr als 10.000 Menschen wegen Drogendelikten verhaftet. Im gesamten letzten Jahr wurden 9 800 Menschen im Zusammenhang zu Drogen festgenommen. Schuld an der steigenden Zahl von Verhaftungen ist die neue Anti-Drogenkampagne. Jene reagiert auf die steigende Beliebtheit von Methamphetamin, also Yaba Tabletten und Crystal Meth. Sie gelten als die meist genutzten Drogen in der gesamten Region. Kambodscha grenzt an Laos und Thailand an, zwei der drei Länder des Goldenen Dreiecks. Auf ursprünglich sechs Monate angelegt, wurde die Kampagne vom Premierminister Hun Sen bis zum Jahresende verlängert. Zudem bekommt sie ein Budget von einer Million US-Dollar. Jenes soll für Bildung, Ausrüstung, Behandlung und als Bonus für die beteiligten Polizisten benutzt werden. Es werden nicht nur Menschen verhaftet, die Drogen konsumieren oder dabei haben. Alleine Hilfsmittel wie Spritzen dabeizuhaben, ist Grund genug verhaftet zu werden. Vorher war es möglich, auf der Straße ungestört zu konsumieren, während die Polizei vorbeilief.
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Paraguay nutzt den War on Drugs zum Wahlkampf

Kolumbien Drogen Pflanzenverbrennungen sind Teil der Strategie des War on Drugs. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Paraguay ist der größte Marihuana-Produzent in ganz Südamerika. Das liegt im Großen und Ganzen an drei zentralen Gründen: Zum einen wäre da die Verdienstmöglichkeit. Bauern können mit einer herkömmlichen, legalen Agrikultur bei weitem nicht so viel verdienen als mit dem Marihuana-Anbau. Zum anderen ist die Qualität von paraguayischem Cannabis von außerordentlicher Güte. Es gilt als besonders rein und der THC-Gehalt, verglichen mit dem argentinischen Produkt, ist um 25 Prozent höher. Der dritte große Punkt, warum der Anbau von Marihuana in Paraguay so weit verbreitet ist, liegt an der laxen Strafverfolgung und an korrupten Offiziellen. Vor allem in ländlichen Gebieten fallen Polizeibeamte der Korruption anheim. In Paraguay ist es gängig, dass Marihuana-Produzenten hohe Geldsummen als Willkommensgeschenk für neue Gesetzeshüter mitbringen, um ihr Drogengeschäft unbehelligt weiterführen zu können. In Alto Paraná wurde diese Praxis erstmalig publik. Demnach hat jeder Polizeichef 9.000 US-Dollar erhalten, damit die dort agierende Drogenbande ungestört und frei von Sanktionen weiterarbeiten kann. Leider scheint dies kein Einzelfall zu sein, sondern ist gängige Praxis. Ohne eine innoffizielle Zusammenarbeit zwischen staatlicher Seite und den Drogenbanden wäre eine solche Ausbreitung der Cannabis-Produktion kaum vorstellbar.
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Guatemala feiert Erfolge im Kampf gegen Korruption

Studenten protestieren gegen Korruption in Guatemala Erst durch Poteste der Zivilgesellschaft geht die Generalstaatsanwaltschaft in Guatemala gegen korrupte Politiker und Unternehmer vor. | Bild (Ausschnitt): ©  hrvargas [CC BY 2.0]  - Flickr In Guatemala wird endlich gegen Korruption durchgegriffen. Seit 2015 wird aktiv gegen die Korruption gekämpft. In dem Jahr protestierten zahlreiche Menschen, ob Studenten, Angestellte, Agrarökonomen oder Wirtschaftsführer gegen die Korruption im Land. Dieser Druck der Zivilgesellschaft trug entscheidend dazu bei, dass die Generalstaatsanwältin Thelma Aldana Ermittlungen gegen den damaligen Präsidenten Otto Perez Molina aufnahm. Nachdem das Parlament Ende August desselben Jahres seine Immunität aufhob, erwirkte Aldana einen Haftbefehl gegen ihn. Daraufhin trat er zurück. Der Vorwurf war, er habe ein Korruptionsnetzwerk betrieben und dem Land Millioneneinnahmen an Zollgütern unterschlagen. Seine Vizepräsidentin Roxana Baldetti war zuvor im Mai schon wegen Bestechung festgenommen worden. Sie sitzt momentan wieder wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft. Die USA beantragten ihre Auslieferung. Sie beschuldigen Baldetti, dem mexikanischen Drogenkartell Los Zetas beim Drogenschmuggel durch das Land geholfen zu haben. Zudem soll sie dem Kartell bei der Beseitigung einer rivalisierenden Bande geholfen haben
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Kanada legalisiert Cannabis-Konsum

Cannabis Pflanze In Kanada wird Cannabis legalisiert | Bild (Ausschnitt): © 24oranges.nl [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn Politiker ihre Wahlversprechen einhalten. So wie der kanadische Premierminister Justin Trudeau. 2015 versprach jener die Legalisierung von Cannabis. Im April dieses Jahres legte die kanadische Regierung einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Bis zum ersten Juli 2018 soll das Gesetz stehen. Schon 2013 gab Trudeau zu, fünf oder sechsmal Haschisch geraucht zu haben. Das Gesetz kann als Kapitulation gesehen werden. Obwohl die Polizei jährlich mehrere Milliarden Dollar zur Bekämpfung ausgab, war der Cannabis Konsum einer der höchsten weltweit. Die bestehenden Gesetze konnten auch Minderjährige nicht von Haschisch und Marihuana fernhalten. 21 Prozent der Teenager zwischen 15 und 19 konsumierten, laut Angaben der Regierung. Bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 seien es sogar 30 Prozent. Durch das Gesetz sollen Minderjährige vom Konsum abgehalten werden. Zum Beispiel soll der Verkauf an sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 14 Jahren bestraft werden. Ab 18 Jahren – den einzelnen Provinzen ist es überlassen, das Mindestalter weiter hochzusetzen – darf man bis zu 30 Gramm getrocknetes Cannabis besitzen und rauchen. Jedem Haushalt ist es zudem erlaubt, bis zu vier Pflanzen zum persönlichen Gebrauch zu ziehen. Die Samen sollen von staatlich anerkannten Lieferanten aus einem offiziell geprüften Anbau kommen. Die Regierung erhofft sich so auch, dem organisierten Verbrechen eine Einnahmequelle zu entziehen.
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Trump torpediert die neue, humanere Drogenpolitik Kolumbiens

Aerial spraying Ein Flugzeug der Air Force versprüht Pestizide (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © US Air Force [gemeinfrei]  - Wikimedia Commons Bei einem Treffen im Weißen Haus forderte Donald Trump Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos vergangene Woche auf, seine Drogenpolitik zu ändern. Vor allem das Versprühen von Pestiziden solle widereingeführt werden, da die sprunghaft angewachsene Kokain Produktion in Südamerika schleunigst eingedämmt werden müsse. Dabei wurde erst 2015 das Versprühen von Pestiziden durch Flugzeuge verboten, da vermutet wird, dass die giftigen Chemikalien krebserregend bei Menschen wirken. Zudem zerstört es nicht nur die illegalen Felder, sondern auch umliegende, legale Landwirtschaft, und das über Jahre hinweg. Nachdem eine Umgebung mit Pestiziden besprüht wurde, bleibt der Boden für lange Zeit unfruchtbar.
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Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Kokainhandel intensiviert Entwaldung in Zentralamerika

  Bild (Ausschnitt): © Tan Kian Yong - Dreamstime Bis zu 30 Prozent der Entwaldung in zentralamerikanischen Ländern sind auf den Kokainhandel zurückzuführen. Gemäß einer Studie des Environmental Research Letter Journal sind Honduras, Guatemala und Nicaragua besonders schlimm betroffen. Dabei handelt es sich um die erste Studie, die darstellt, wie der Drogenhandel im Gegensatz zum Drogenanbau die Entwaldung beeinflusst. Somit ist der Drogenhandel eine unmittelbare Ursache für Umweltschäden in Lateinamerika.
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Kolumbiens neue Strategie zur Drogenbekämpung bedeutet die Abkehr vom „War on Drugs“

Kolumbien Drogen Pflanzenverbrennungen sind Teil der Strategie des War on Drugs. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Der Friedenvertrag mit der FARC ist nun bereits seit einem knappen halben Jahr beschlossen und die kolumbianische Regierung ist weiterhin darauf bedacht, die zentralen Eckpunkte des Vertrags abzuarbeiten. Ein wichtiger Bestandteil des Vertrags beinhaltet die Bekämpfung des Kokaanbaus. Lange Zeit wurde der Drogenanbau mit Unterstützung der USA auf konsequente und zum Teil brutale Art und Weise geführt. Der „War on Drugs“ stellte lange die primäre Taktik dar, die jedoch auch zahlreiche negative Konsequenzen zur Folge hatte. Nicht nur, dass er wenig erfolgreich war, sondern auch, dass er Unsummen an Geld kostete und zahlreiche Opfer forderte. Kolumbien investierte zwischen 2008 und 2009 elf Prozent seines Bruttoinlandprodukts in den Krieg gegen Drogen. Zudem hingen zwischen 1994 und 2008 25 Prozent der Tötungsdelikte direkt mit dem illegalen Drogenmarkt zusammen.
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Unabhängige Reporter werden in Mexiko von Kartellen und Politik bedroht und ermordet

Journalists Protest against rising violence during march in Mexico City Hunderte mexikanische Journalisten protestieren gegen die Gewalt, die gegen sie verübt wird. | Bild (Ausschnitt): © John S. and James L. Knight Foundation [CC BY-SA 2.0]  - flickr Auf der Rangliste für Pressefreiheit belegt Mexiko Rang 147 von 180 Ländern, die geführt werden. Weltweit sind in den letzten 10 Jahren 800 Journalisten getötet worden. In dem mittelamerikanischen Land allein sind 2016 neun Journalisten ermordet worden. Die größte Gefahr für Pressevertreter sind nicht die Politiker, sondern die Drogenkartelle, mit denen mexikanische Politiker teilweise kooperieren, um unliebsame Berichterstattung zu unterdrücken. Nur 0,25 Prozent der Straftaten gegen Journalisten im Land werden verfolgt, weil im Bezug auf diese Sraftaten oft Straffreiheit herrscht. Die häufige Straflosigkeit der Täter hat schlimme Auswirkungen, welche nicht selten auf dem Rücken der Gesellschaft ausgetragen werden.
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Mexikanische Drogenkartelle nutzen illegalen Menschenschmuggel als Einnahmequelle

Grenzübergang  Bild (Ausschnitt): © Matt Rhodes [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Die illegale Migration generiert Milliarden von Dollar für kriminelle Gruppen in Lateinamerika, insbesondere in Mexiko. Heutzutage zahlen Migranten ihrem Schmuggler 5.000 US Dollar, um in die Vereinigten Staaten ohne Papiere einwandern zu können. Tagelang wandern sie durch die Sonora Wüste. Der größte Teil dieses Geldes geht an Drogenkartelle, die inzwischen auch den gewinnbringenden Menschenschmuggel in ihre Geschäfte mit aufgenommen haben. Aufgrund der steigenden Preise des Schleichhandels infolge der Verschärfung der US-Einwanderungspolitik und der großen Anzahl an Migranten wachsen auch die Gewinne der Kartelle. Davon profitierten die kriminellen Netzwerke und haben sich eine Industrie in Milliardenhöhe aufgebaut, welche sie mit brutaler Gewalt schützen. Das allerdings führt zur Destabilisierung Mexikos und zwingt Tausende von Mexikanern in die Flucht.
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