Vernichtung von Drogen noch vor der Gerichtsverhandlung

Das Parlament Russlands bereitet ein Gesetz vor, das es den Ermittlern erlaubt, Drogen, die bei Verdächtigen konfisziert wurden, noch vor der Gerichtsverhandlung vernichten zu dürfen. Dabei geht es um pflanzenbasierte Drogen. Die Sachverständigen der Drogenfahndung weisen darauf hin, dass solche Beweismittel bei längerer Aufbewahrung erhebliche Kosten entstehen lassen können. Manche davon verlieren ihre chemischen Eigenschaften, was die nochmalige Untersuchung der Drogen erschwert. Dies gilt vor allem für Mohnstroh und Marihuana, die sich schon nach kurzer Zeit zersetzen. Jetzt wird aus der vorhandenen Menge der Drogen eine kleine Probe entnommen, die bei Gericht vorgelegt wird. Der Rest der Drogen wird zerstört. Damit die Beweisstücke aber wirklich vernichtet werden, muss ein bestimmter Prozess zur Vernichtung befolgt werden. Man darf z.B. die Verpackung von Heroin nicht einfach verbrennen. Deshalb wird ein Dokument gefordert, das solch ein Verfahren streng reglementiert. Die längerfristige  Aufbewahrung großer Mengen von Drogen kann auch zu verschiedenartigen Missbräuchen führen: Sie könnten während der Aufbewahrung von unehrlichen Beamten verkauft oder verbraucht werden.

Zum Artikel auf russisch

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.