Neuer Drogenbericht: Legal Highs verdrängen Cannabis und Kokain

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Am vergangenen Dienstag wurde der Drogenbericht der europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD, auf Englisch: EMCDDA) vorgestellt. Der Direktor der Organisation, Wolfgang Götz, erklärte: „Kokain hat offenbar seinen Zenit überschritten, und der Cannabiskonsum bei Jugendlichen sinkt weiter.“ Jedoch gebe es eine rapide Zunahme beim Konsum synthetischer Drogen, so genannte „Legal Highs“. Götz betonte in diesem Zusammenhang die Dringlichkeit, die europäische Drogenpolitik dementsprechend neu zu ordnen. Die Bekämpfung dieser neuen Drogenarten erweise sich jedoch als kompliziert, da immer neue Stoffe registriert würden. Ihre Gefährlichkeit bestehe in der ungewissen Zusammensetzung und Mischkonsum, der zum Tode führen kann. Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) schlägt eine Gesetzesnovelle vor: Ein umfassendes Verbot neuer Stoffgruppen auf der Basis von Rechtsgutachten. Erfolge seien beim Cannabiskonsum Jugendlicher in Europa zu verzeichnen. Dieser sei zurückgegangen, ebenso die Zahl der Drogentoten. Dyckmans strebt mehr Unterstützung für Kinder aus Suchtfamilien sowie von abhängigen Häftlingen an.

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