Spanien ist „Europas Dealer“

Drogenschmuggler aus Afrika und Lateinamerika schleusen jährlich Drogen im Wert von mehreren Millionen Dollar durch Spanien. Die spanische Zeitung El Mundo bezeichnete das Land kürzlich als „Europas Dealer“, das „Haupteingangstor“ für Haschisch und Kokain. Im vergangenen Jahr konnten spanische Behörden knapp 400 Tonnen Haschisch sicherstellen, mehr als im Rest Europas zusammen. Aber selbst diese Erfolge scheinen keinen Unterschied zu machen. So erklären spanische Zeitungen den Kampf gegen den Drogenschmuggel bereits als verloren.

Spaniens große Rolle in der Drogenproblematik hängt in erster Linie von seiner geographischen Lage und von seiner Sprache ab. Drogenkartelle aus lateinamerikanischen Ländern nutzen Spanien als Schnittstelle zu Europa aufgrund der geschichtlichen und sprachlichen Verknüpfungen, die es ihnen erleichtern, dort zu operieren. Spaniens geographische Nähe zu Marokko, einer der weltweit größten Haschisch-Produzenten, hat es zu Europas Haupt-Transitstaat für Cannabis-Produkte gemacht.

Diese Tatsache bringt schwerwiegende Folgen für Spanien selbst mit sich. Der Drogenmissbrauch im Land gehört mittlerweile zu den höchsten in ganz Europa, was Kokain und Haschisch anbelangt. Interessanterweise sind die Zahlen für die Beschlagnahme von Drogen in ganz Europa – auch in Spanien – in den letzten fünf Jahren zurückgegangen. Es ist jedoch unklar, ob dies mit einem Rückgang des Drogenhandels zu tun hat oder mit der Tatsache, dass Anti-Drogenbehörden weltweit ins Hintertreffen geraten. Die europäische Drogenbehörde EMCDDA befürchtet, dass die Drogenkartelle lediglich andere Mittel und Wege gefunden haben, um der Strafverfolgung zu entgehen.

Evangelisch.de: Spanien ist ganz Europas Dorgen-Dealer (Zuletzt abgerufen am 25.02.2014) 

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