Bolivien: Koka-Eradikation wieder aufgenommen

Bolivien startete am Montag, den 16. Januar, die erste Massenvernichtung von Kokapflanzen seit das Land aus der Drogenkonvention der Vereinigten Nationen ausgestiegen ist. Bolivien zog sich aus der Drogenkonvention zurück, da der Versuch, das Kauen von Kokablättern zu legalisieren, von den Vereinten Nationen zurückgewiesen wurde. Das Kokablatt wurde bereits im Jahr 1961 zusammen mit Kokain, Opium und Heroin von der UN zur illegalen Droge erklärt. In Bolivien wird es jedoch traditionell zur Bekämpfung des Hungers und der Höhenkrankheit gekaut.
Die bolivianische Regierung plant die Zahl der ausgerotteten Kokapflanzen im Vergleich zum Vorjahr zu steigern, demnach sollen mehr als 10.000 Hektar Kokaanbaufläche vernichtet werden. Des Weiteren will die Regierung, als positive Botschaft für die internationale Gemeinde, das bolivianische Antidrogengesetz einhalten.
Präsident Evo Morales, selbst ein ehemaliger Kokabauer, wird die Kontrollen des Anbaus verschärfen, da mehr und mehr Bauern sich von der Lukrativität des Kokaanbaus verleiten lassen.
César Guedes, Boliviens Repräsentant im Büro der Vereinigten Nationen zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNDOC) betonte, dass der Ausstieg Boliviens aus der Drogenkonvention rein kulturelle Gründe habe. Der Kampf gegen den Drogenhandel sowie die Eradikationsprogramme würden fortgeführt.
Von den aktuell existierenden 31.000 Hektar Kokafeldern in Bolivien sind 12.000 Hektar legal und für die traditionelle Nutzung bestimmt. Die Anzahl der Kokabauern wird auf etwa 42.000 geschätzt.

Quelle: Bolivia starts first coca eradication since pulling out of UN drugs treaty (Artikel von NTN24 News) – nicht mehr verfügbar

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