Opiumanbau in Afghanistan erreicht bisheriges Rekordlevel

Schlafmohn

Bild: © pavot [gemeinfrei] - Wikimedia Commons

Nach Einschätzung des Federal Drug Control Services der Russischen Föderation, sind die Bemühungen, den Drogenanbau in Afghanistan zu reduzieren, gescheitert. Dieser Befund wurde vergangenen Montag auf der 55. Sitzung der UN-Suchtstoffkommission in Wien veröffentlicht.

Den afghanischen Bauern wird von UN- und NATO-Truppen Weizen gestellt, sofern sie auf den Anbau von Opium verzichten. Diese Rechnung geht jedoch nicht auf: der Weizen wird zwar dankend angenommen und auch kultiviert, was allerdings nicht bedeutet, dass der Opiumanbau generell aufgegeben wird, da dies nach wie vor ein lukratives Geschäft ist. Ganz im Gegenteil, die Menge produzierter harter Drogen, wie Heroin, Opium oder Haschisch, hat gefährlich hohe Werte erreicht. So ist die Opiumproduktion im Jahr 2011 um 61% gestiegen, der Anteil der Anbauflächen hierfür, stieg im selben Jahr um 7%.

Damit stellt Afghanistan bis zu 90% des Opiums weltweit her.

Afghanistan ist auch nach zehn Jahren US-amerikanischer Truppenpräsenz nach wie vor ein instabiles Land, weshalb auch das Drogenproblem nicht flächendeckend kontrolliert und behoben werden kann.

Zudem findet sich vor allem außerhalb Afghanistans, in zahlreichen europäischen Ländern, sowie in Russland, ein großer Markt für afghanisches Opium. Die starke Nachfrage aus dem Ausland fördert den Anstieg der Produktion im Inland. Die Opiumbauern sind im Drogenhandel zumeist nur das kleinste Glied der Kette. Den Kontakt zwischen dem internationalen Absatzmarkt und den Drogenproduzenten, stellen vielmehr so genannte „Mittelsmänner“, also afghanische Geschäftsmänner her.

Link zum Artikel von rt.com (englisch) – nicht mehr verfügbar

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