Kolumbianischer Drogenboss ergibt sich der Polizei

Bild: © n.v. -

Gemäß der kolumbianischen Polizei hat sich der meistgesuchte Drogenhändler des Landes den amerikanischen Behörden ausgeliefert: Es geht um Javier Antonio Calle Serna, besser bekannt als „Comba“, den die amerikanische Drogenbehörde DEA am vergangenen Freitag auf der Insel Aruba, 130 Kilometer vor der kolumbianischen Grenze, in Gewahrsam genommen hat. Man beschuldigt ihn des Mordes an Wilber Varela, ebenfalls kolumbianischer Drogenhändler, dessen Handelsrouten er nach der Tat im Jahr 2008 übernommen haben soll. Es wird angenommen, dass Comba zusätzlich wegen Drogenhandels angeklagt werden soll.

Comba begann seine kriminelle Laufbahn in den 1980ern, als er sich in den Dienst der linksgerichteten FARC-Rebellen stellte. In den 1990ern lernte er Varela kennen. Kurz darauf wurde er zu dessen rechter Hand im Norte del Valle-Drogenkartell. Ihre Partnerschaft hielt über zehn Jahre an. Während einer internen Fehde verbündete sich Comba mit Varelas Erzfeind, Daniel „The Madman“ Barrera. Die Auseinandersetzung eskalierte mit Combas Mord an seinem ehemaligen Boss und Partner. Comba wird beschuldigt, danach die Schmugglerrouten übernommen und seine eigene Drogengang aufgebaut zu haben. Diese beherrscht den Drogenhandel entlang der Grenze zu Venezuela und steht vermutlich in Verbindung zum mächtigen, mexikanischen Los Zetas Kartell. Die Grenzregion bietet einen idealen Anlaufpunkt für bewaffnete Gruppierungen wie die FARC oder die ELN. Das Verhältnis beider Länder ist angeschlagen, nachdem sich Venezuelas Präsident Hugo Chavez mit Kolumbiens Ex-Präsident Alvaro Uribe in der Vergangenheit heftige Beleidigungen an den Kopf geworfen hatten, bevor Uribe 2009 von Juan Manuel Santos abgelöst wurde. Die beiden Nachbarländer stellen jedoch wichtige Geschäftspartner füreinander dar und würden gut daran tun, ihre Drogenprobleme gemeinsam anzugehen.

Kürzliche Studien haben ergeben, dass die Rolle der Drogenwirtschaft in Kolumbien in den vergangenen Jahren erheblich geringer geworden ist. Die Vereinten Nationen erwarten, dass Kolumbien in einem Jahr von Peru als weltgrößter Kokaproduzent abgelöst werden wird.

Link zum Artikel von Bernama (Englisch) – nicht mehr verfügbar

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