Drogenschmuggel zieht Austausch der Sicherheitskräfte am Flughafen von Mexiko-Stadt nach sich

Bild: © n.v. -

Am Internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt wurden alle 348 Polizeibeamten durch Kollegen aus anderen Landesteilen Mexikos ersetzt.1 Diese mussten zuvor umfangreiche Kontrollen wie eine psychologische Begutachtung und einen Drogentest über sich ergehen lassen. Die Bundespolizei reagiert damit auf einen Vorfall vom 25. Juni. Damals waren bei einem Schusswechsel drei Polizisten getötet worden. Bei den Tätern handelt es sich allem Anschein nach um Kollegen. Diese sollen am Drogenschmuggel aus Peru beteiligt gewesen sein. Die Drogen wurden von Reisenden aus Peru vor den Zollkontrollen in Toiletten deponiert und später von Polizisten aus dem Flughafen geschleust.Zwei der der Beschuldigten befinden sich noch auf der Flucht, haben die Vorwürfe jedoch dementiert. Von Polizisten begangene Korruption und Gewalttaten tragen in vielen Staaten Lateinamerikas zur labilen Lage der inneren Sicherheit bei.2 Insbesondere im Zuge des von Präsident Felipe Calderón forcierten Kampfes gegen die Drogenkartelle ist es von Seiten der mexikanischen Sicherheitskräfte verstärkt zu Menschenrechtsverletzungen gekommen (wir berichteten). Opfer sind dabei häufig unbeteiligte Zivilisten.

 

  1. Reuters México, Spanisch: México reemplaza a policías de aeropuerto tras balacera und Zeit Online: Drogenkrieg: Mexiko-Stadt tauscht komplette Flughafen-Polizei aus []
  2. Ambos, Kai (2002): Straftäter oder Polizist – einerlei? In Lateinamerika ist die Polizei weit von rechtsstaatlichen Standards entfernt, in: Entwicklung und Zusammenarbeit 43, 51-53 – Link nicht mehr abrufbar – 16.12.13 []

Über Andreas / EarthLink

Praktikant bei EarthLink, studiert Geschichte mit Schwerpunkt Lateinamerika an der Universität Münster.
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