Abstimmungen in Colorado,Oregon und Washington zur Legalisierung von Marihuana

Bild: © Hendrike [CC BY-SA 2.5] - Wikimedia Commons

Neben den Präsidentschaftswahlen standen in den 38 Bundesstaaten Amerikas über 170 Volksentscheide an. Unter anderem auch zu Homo-Ehen und der Legalisierung von Marihuana. Erstmals konnten die Wähler in den Staaten Oregon, Colorado und Washington über die Freigabe von Haschisch und Marihuana für den Freizeitkonsum abstimmen. Es würde damit Erwachsenen gestattet, kleinere Mengen dieser Drogen zu besitzen. Die Mengen würden jedoch staatlich reguliert und auch besteuert werden. Die Möglichkeit der Bürger für eine Drogenlegalisierung zu stimmen steht in öffentlichem Widerspruch zu der Regierungspolitik des „Krieg gegen Drogen“. 1

Zudem steht in Arkansas als erstem Südstaat der USA die Erlaubnis des Marihuanakonsums zu medizinischen Zwecken zur Abstimmung. Er ist damit vor Massachusetts der 17. Staat, der Drogen für medizinische Zwecke legalisiert.

„Die Wähler haben gesprochen und wir respektieren ihren Wunsch“ sagte der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, über die Abstimmung. „Es ist ein schwieriger Weg, aber wir müssen diesen gehen“ so Hickenlooper. Auf staatlicher Ebene ist der Besitz kleinerer Mengen des Rauschgiftes für Konsumenten über 21 Jahren damit nur in Colorado und Washington möglich. In Oregon hingegen zeichnete sich laut Auszählungen von CNN ab, dass 55% der Wähler mehrheitlich gegen eine Legalisierung von Marihuana stimmten. In Colorado stimmten 54% für eine Legalisierung von Drogen und in Washington waren es 56%.2

Der Kampf gegen den Drogenmissbrauch hat Amerika innerhalb von 40 Jahren eine Trillion US-Dollar gekostet, die vorrangig aus Steuergeldern finanziert wurden. Außerdem wurden allein im Jahr 2010 850.000 Menschen festgenommen, weil sie gegen das Gesetz verstoßen hatten und Marihuana oder Haschisch mit sich führten. Die Zahl, der getöteten Opfer des Krieges gegen die Drogen beläuft sich allein in Mexiko auf ca. 50.000 Menschen.3

Die Befürworter der Legalisierung von Marihuana sprachen davon, dass es keinen Grund gäbe, wieso Marihuana verboten sein sollte, wenn weit gefährlichere Drogen wie Alkohol legal seien. In anderen Staaten steht man der Legalisierung mit gemischten Meinungen gegenüber. Im Staat Massachusetts wurde die Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken erlaubt, dieser ist damit der 18. Staat nach Arkansas.4

Der öffentliche Verkauf von Marihuana wird jedoch nicht beginnen, bis der Staat Regeln aufgestellt hat, um den Vertrieb zu kontrollieren. Experten meinen, der staatliche Verkauf von Marihuana und Haschisch könne dem Staat allein durch Steuereinnahmen innerhalb der nächsten fünf Jahre ungefähr zwei Billionen US-Dollar einbringen.

  1. Daily News []
  2. „Election 2012: Marijuana Now Legal in Colorado, Washington“ – csp []
  3. Tagesschau – US Wahlen lockern Drogengesetz []
  4. Huffingtonpost – Colorado, Washington Pot Legalization Deals Drug War major Blow []

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1 Antwort zu Abstimmungen in Colorado,Oregon und Washington zur Legalisierung von Marihuana

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