Den Drogenschmugglern den Weg abschneiden!

US-Drogenpatrouille in der Karibik

Bild: © U.S. Navy photo by Lt. Ed Early [Public Domain] - Wikimedia Commons

Jedes Jahr werden rund 140 Tonnen Kokain innerhalb der EU konsumiert – reine Spekulation oder bittere Wahrheit? Außer Zweifel steht, dass der Hauptanteil des Kokains in Staaten Lateinamerikas produziert und anschließend über den karibischen Raum oder Westafrika nach Europa transportiert wird.1 Besonders die Dominikanische Republik sowie die Insel Hispanola gelten als Drehscheibe für den internationalen Kokainhandel.2

Im Alleingang fällt es den lokalen Behörden äußerst schwer den Schwarzmarkt zu unterbinden, da die gewaltigen Unterschiede in den Bereichen des Gesetzesvollzugs, des Strafverfahrens sowie der Handlungsmöglichkeiten den Kampf gegen die Drogen erschweren. Hinzu kommt, dass die Drogenbanden bereits so stark im informellen Sektor vertreten sind und nur bedingtes Fachwissen zur Kriminalitätsbekämpfung existiert, dass es dem Staat schwer fällt ihnen etwas entgegen zu setzen. Ohne eine Zusammenarbeit zwischen Lateinamerika, der Karibik und Westafrika werden die trans-regionalen Beziehungen kontinuierlich wachsen – das erkannte auch die Europäische Union.

Zwischen 2009 und 2011 fasste sie den Entschluss ihre eigene Drogenproblematik mit der in Lateinamerika, in Westafrika und der Karibik in Verbindung zu bringen. Anstatt wie zuvor nur oberflächlich die Symptome im eigenen Land zu bekämpfen, wollte man von nun an das Problem an der Wurzel packen. In diesem Fall bedeutete das, dem organisierten Verbrechen sein Fundament zu nehmen, bekanntermaßen die Jahre lang gepflegten Transportwege zwischen Produktionsland, Transitstaat und Empfängernation.1

Das so genannte „Cocaine Route Programme“ war die erste internationale Initiative, die sich strategisch mit den Auswirkungen des Kokainhandels beschäftigte: Durch technische, koordinative und finanzielle Zusammenarbeit der 38 Staaten entlang der Drogenrouten will man den Fluss des Kokains eindämmen.

Seit 2009 investierte die EU bereits 35 Millionen Euro in das Projekt und verkündete letzte Woche auf der vierten „Caribbean Basin Coastal Surveillance and Maritime Security conference“ noch weitere 2,5 Millionen Euro in das Programm zu stecken. Besonders im karibischen Raum soll die Investition regionale und trans-regionale Informationssysteme, also auch technische Arbeitserleichterung, schaffen.

Sollte das Programm in diesen Bereichen erfolgreich sein, hofft die Initiative auf gezielt ausgeführte Festnahmen verdächtiger Transportmittel, ein vereintes maritimes Informationssystem, eine größere Zahl an Drogenbeschlagnahmungen sowie eine wachsende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden.

“Seit die Karibik und Europa die gemeinsame Absicht haben, dem Drogenhandel in der Region ein Ende zu setzen, sind eine funktionierende Küstenwache und ein maritimes Sicherheitssystem essentiell“, so der der hochrangige europäische Diplomat Mikael Barfod.3

  1. Cocaine Route Programme – aufgerufen am 14.03.14 [] []
  2. Latina Press: Dominikanische Republik: Größtes Drogenlabor der Karibik entdeckt – erschienen am 02.09.13 und aufgerufen am 14.03.14 []
  3. The Cleaner: Caribbean to get EU funding to fight Drugs Trafficking – Artikel vom 13.3.2014 []

Über Franziska / earthlink

Nach 9 wundervollen Monaten bei earthlink, beende ich nun meinen Bundesfreiwilligendienst und werde noch in ein paar weitere soziale Bereiche hineinschnuppern, bis ich Oktober 2014 hoffentlich zu studieren beginne ;-)
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