Heute ist internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Handel

Bild: © Peter Kim - Dreamstime.com

Heute ist der internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Handel. Zu diesem Anlass liegt das Hauptaugenmerk auf der Bedrohung, die der Anbau, Handel und Missbrauch von illegalen Drogen darstellt. Tatkräftige Aktionen müssen durchgeführt werden, um die Strafjustizsysteme zu stärken, um kriminelle Netzwerke, die ein Geschäft mit dem Leid anderer Menschen machen, zu zerschlagen, und um Gesundheit und die Einhaltung der Menschenrechte zu fördern.

Die bedeutende Basisstrategie müssen auch wissenschaftlich fundierte Präventions- und Therapiemaßnahmen sein. Im Jahr 2013 gab es weltweit nahezu 200.000 Drogentote und 1.65 Millionen HIV-Infizierte. Der Zugang zu therapeutischer Behandlung und Aufklärung über Drogenkonsum als Gesundheitsrisiko ist hierbei manchmal die Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Bis heute hat nur jeder sechste Konsument Zugang zu Behandlung. Frauen sehen sich dabei mit besonders vielen Hürden konfrontiert. Während ein Drittel aller Drogenkonsumenten Frauen sind, ist nur jeder fünfte Patient in Drogentherapie weiblich.

Zu der erschreckend hohen Zahl der Drogentoten kommen noch die unzähligen Opfer der Drogenkriege hinzu, die in großen Teilen der Welt toben. Afrika, im Besonderen West- und Ostafrika steht dem Drogenschmuggel oft schutzlos gegenüber. Die ohnehin bereits fragile Staatlichkeit der afrikanischen Länder wird durch die Angriffe des organisierten Verbrechens zusätzlich geschwächt. Besonders die Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung der Länder und ihrer Bewohner ist durch den Drogenhandel und –anbau in Gefahr. Die Verbindung von organisiertem Verbrechen, Terrorismus und Drogenhandel ist eine ernstzunehmende Bedrohung. Der Opiumanbau in Afghanistan ist nach wie vor eine beachtliche Herausforderung. Ebenso ist die Kokainproduktion in Lateinamerika ein großer Problemherd.

Angebot und Nachfrage von Drogen in gleicher Weise anzugehen, ist angesichts der aktuellen Situation essentiell. Auch Alternativen für Bauern, die Schlafmohn oder Koka anbauen, sind gefragt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Umwelt nicht weiter zerstört wird, die Menschen vor anderen kriminellen Taten bewahrt werden und Frauenrechte gestärkt werden.

Die Länder der Welt müssen zusammenhelfen, um die Zukunft der kommenden Generationen zu schützen. Sie sollten die Chance haben, in einer Welt zu leben, die nicht beherrscht wird durch Kriminalität und Gewalt. Dafür müssen wir uns am internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Handel und an jedem folgenden Tag einsetzen.1

  1. UNODC: Statement on the International Day against Drug Abuse and Illicit Trafficking – aufgerufen am 26.6.2015 []

Über Carolin / earthlink

Ich habe in Regensburg mein Studium der Politikwissenschaft abgeschlossen. Jetzt mache ich ein Praktikum bei earthlink, weil ich überzeugt bin, dass Aufklärung der erste Schritt in die richtige Richtung ist.
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