Will Kenia einen War on Drugs?

In Kenia scheint eine Großoffensive gegen den lokalen Drogenhandel kurz bevorzustehen. Führende Politiker zeigen sich kämpferisch und bekennen sich zu einer harten Gangart gegen Drogenhändler und den Missbrauch von Rauschmitteln. Vor allem Politiker von Küstenregionen versprechen ein gnadenloses Vorgehen gegen die Drogenwirtschaft

Vor kurzem ordnete der Präsident Kenias, Uhuru Kenyatta, an, dass dem Missbrauch von Rauschmitteln der Kampf angesagt werden müsse. Nelson Marwa, Landrat in Mobasa sagte, dass die lokale Regierung alle wichtigen Orte lokalisiert habe und alles für eine Aktion gegen das Netzwerk der Drogenhändler bereit stehe.

Bei der Aktion sollen auch lokale Helfer eingesetzt werden. Zudem plädieren Politiker an die Gesellschaft, sich mit Hinweisen zu beteiligen. Außerdem sagte der lokale Polizei-Kommandant Douglas Kanja, würde man gerne mit NGOs zusammenarbeiten wollen, um so effizient wie möglich zu arbeiten.

Die geplanten Maßnahmen sollen dazu dienen, die in der Region ansässigen Drogenlords festzunehmen, da es nicht möglich sei, das Land drogenfrei zu bekommen, wenn diese nicht hinter Gitter säßen. Es wurde angedeutet, dass es eine neue Einheit der Polizei geben soll, die speziell für dieses Anliegen gegründet wird.1

Wie genau die Pläne aussehen, ist noch nicht zu sagen. Auch wenn sich alle verantwortlichen Personen kämpferisch geben, ist es fraglich, ob es in Kenia einen War on Drugs nach südamerikanischem Vorbild geben wird.

Kenia gerät zunehmend unter Druck, weil das Land ein immer wichtigerer Umschlagsplatz für Drogen wird.2  Vor allem als Alternative zur Route über Zentralasien gewinnt Ostafrika – und damit auch Kenia – immer mehr an Bedeutung.3

  1. Daily Nation: We are ready to fight drug abuse at Coast say leaders – zuletzt aufgerufen am 31.08.15 []
  2. SSOAR: The impact of drug trafficking on informal sexurity actors in Kenya – zuletzt aufgerufen am 31.08.15 []
  3. Yahoo News: Kenya blows up heroin-smuggling yacht – zuletzt aufgerufen am 31.08.15 []

Über Alexander / earthlink

Ich bin Student der Volkskunde/Europäische Ethnologie und absolviere mein Pflichtpraktikum bei Earthlink um einen Einblick in die Arbeit von NGOs zu erhalten. Wichtig ist mir, dass ich schon während dem Praktikum bei der Aufklärung helfen kann.
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