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Terrorismus

Terrororganisationen sind tief in die internationale Drogenindustrie verstrickt

Die Opiumproduktion in Afghanistan boomte in den letzten Jahren und so erschließen die Drogenhändler vor Ort laufend neue Transitstrecken. Viele Transitländer haben dadurch gravierende Konsequenzen zu tragen. Das Netzwerk der Routen ist äußerst weitläufig und umfasst viele afrikanische Länder sowie Staaten in der Region Nahost. In vielen dieser Länder agieren Terrororganisationen, die sich am Handel mit den Drogen beteiligen. Dadurch können diese einen großen Teil ihrer Machenschaften finanzieren und an Einfluss gewinnen.

Pakistan – Profiteur oder Geschädigter des afghanischen Drogenhandels?

Erst letzte Woche verkündete das Pentagon, dass die USA Pakistan nicht wie geplant mit 300 Millionen US-Dollar im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen wollen, da sich das Land selbst zu wenig engagiere. Pakistan bildet mit dem Iran und Afghanistan zusammen den Goldenen Halbmond. Seine geographische Lage und die politische Instabilität des Landes, auch in den Grenzgebieten, machen Pakistan zum idealen Transitstaat für illegale Drogengeschäfte. Damit ist Terrorismus auf gewisse Weise profitabel für das Land.

Marokko entwickelt sich zum Transitstaat für Kokain nach Europa

14 Kilometer liegen an der engsten Stelle zwischen Afrika und Europa- und trennen damit Spanien von Marokko, einem der größten Haschischproduzenten der Welt. Sowohl sein Status als Produktions- aber auch als Transitstaat nimmt immer weiter zu. Der Drogenvertrieb stellt ein immenses Problem für das nordafrikanische Königreich dar. Sowohl der Rauschgifthandel als auch die Abhängigkeit der Bevölkerung ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. Viele Menschen sind süchtig, besonders in größeren Städten.

Opium fürs Volk? – Wie das Pharma-Kartell von der Opioid-Krise in den USA profitiert

Laut CBS News erleben wir derzeit die schlimmste Drogenepidemie in der amerikanischen Geschichte. In diesem Zusammenhang wird auch oftmals von der Opioid-Krise gesprochen. Tatsächlich sterben in den USA jeden Tag 142 Menschen an einer Überdosis Opioiden wie Oxycodon, Fentanyl oder Heroin – das sind mehr als bei Autounfällen und Schießereien zusammen. Mit 95 Millionen Amerikanern bekommt fast ein Drittel (!) der US-Bevölkerung Opioide als Schmerz- und Schlafmittel verschrieben. Knapp 3 Millionen sind davon abhängig, 59.000 kamen im Jahr 2015 davon ums Leben. Insgesamt dürften in den vergangenen bis zu 15 Jahren 300.000 Menschen daran verstorben sein. Aufgrund ihrer Abhängigkeit können zudem viele junge Menschen nicht mehr arbeiten. Der wirtschaftliche Schaden wird auf 78,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Medical Care, Florence et al, 2016).